Amerika.
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Nische Justiz, die man ihnen brachte, wollte auch leben, und unter sievertheilte man, was nicht schon seinen Herrn hatte; eine Bertheiluug,die Anlaß zu unendlichen Streitigkeiten gab.
Cortez wurde 1532 von seinem Statthalterpvsteu abgerufen, am^»de seines Lebens unwürdig behandelt und starb 1547 auf vaterländi-schem Boden. Nach seiner Äbbernfnng erhob der katholische König Neü-spanien zu einem eigenen Vicekönigreiche, und I. Antonio de MendozaZum ersten Vicekönig, eine Würde, die nach ihm, mit Ausnahme desPeruaners Casa Fuerte, jederzeit nur geborue Spanier bekleidet haben.Mendoza behauptete seinen Posten 17 Jahre lang, nach ihm wurde aberdie Einrichtung getroffen, daß die Bicekönige alle fünf Jahre abgelöstwurden. Sein Nachfolger, Luis de Velasco, gründete die Städte Du-rangv, Sau Sebastian und Sän Miguel, erwarb die Provinz Zacate-cas, und führte, um die Ansprüche der Conqnistadores zu beschwichtigen,das System der Encomiendas ein, durch welches die Sklaverei der In-dianer noch regelmäßigere Formen gewann und die Reste des armen un-terjochten Volkes noch weiter vertheilt wurden. Die meisten dieser En-cvmiendas erhielten zwar die Nachkommen der Conqnistadores, aber vielewurden auch den Richtern, die man aus Spanien nach Amerika sandte,Und die schönsten den Klöstern zn Theil. Diese Vertheilung band dieIndianer an ihre Scholle, ihre Arbeit gehörte den Encomendores undHe wurden dadurch in wirkliche Leibeigene verwandelt. 1568 trat Enri-g»ez de Almansa als Vicekönig ein, gründete Sau Felipe und Sau Luisde Pvtosi und trieb die feindliche» Chichimecas in die Wälder des In-nern; von 1590 —1595 gab Luis de Velasco, der ihm von neüem folgte,verschiedene Verordnungen zur Erleichterung der unglücklichen Indianer,deren Zahl sich unter den Bedrückungen der Encomendores immer mehr undwehr verminderte, und dessen Nachfolger, Gaspar de Znniga, nahm Neü-Mepiko in Besitz, sendete Schiffe zur Erforschung der Nordwestküste Ame-vika's aus, gründete Monterey in California, und unterdrückte einenAufstand der Indianer von Tvpia, die sich von ihren Unterjochen? de-ckest» wollten.
Unter den Vicekönigen des I7ten Jahrhunderts blieb der Zustandder unglücklichen Eingebornen Neüspaniens derselbe. Die Armen, derenZahl sich hei der Eroberung des Landes durch die Spanier auf acht Mil-anen Köpfe belaufen hatte, waren durch den Druck, unter welchem siewufzcen, bis auf noch nicht ganz zwei Millionen herabgekommen, doch mitvem Anfang des achtzehnten Jahrhunderts schien auch ihr Lvos sich bes-'.ckn zu wollen. — Die Familien der Conquistadvres erloschen zum Theil,we ausgestorbenen Encomiendas wurden nicht ivieder verliehen; die Vi-^kvnige, vor Allen aber die Audiencias zu Mexiko und Guadalaxara,wachte» über die Interessen der Indianer, und so fing das arme Volkweder an freier zu athmen, sich ivieder freier zu bewegen. Karl III.??b alle Encomiendas auf, verbot die Repartimientos, vermöge deren»e Eorregidoren die Indianer völlig von sich abhängig gemacht hatten,"vd theilte das Vicekönigreich in Intendanturen ab, welchen die Sorgeh.wg, über das Wohl der Indianer zu wachen und jede Bedrückung so^ wie möglich zu entfernen. Durch diese weisen Gesetze hob sich derAjvhlstand und die Volksmenge des Reichs von neüem, ein Krebs aberimmer nachtheilig auf das Gedeihen des Landes wirken mußte,"v dieser war das Verhältniß, in welchem die Chapetvneö (Catchupins)