Buch 
6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
Entstehung
Seite
401
JPEG-Download
 

Amerika.

401

Landesr spa-echts-,

i Cha-ange-be an-ikreole,d dochzanzenrbitte-steden-hatte,

^ durchol dasrschafter sichle spa-eüspa-harak-einemurrek-> hun-! Cha-blutenionellech denharak-o, wo)tatio-rxiko's

erste,

ii Me-, Dic->u aufit wie

aus;Vgent-t, undlamirtt Don1 nichtin undirendekonsti°

nzelneuitral-iko er-Ilis 19)ie isiunab-n dasg und

Verwaltung, welcher zugleich der Föderaldistrikt und die Territorien un-bedingt anheimfallen.

Central-Amerika, dessen Küsten schon Hernan Ponce und Hur-tado I5i6 erforscht und dessen Eroberung Cortez 1526 durch Christophvon Olid vorbereitet, wurde 1525 von Pedro von Alvorado, welcher miteinem Heer von 300 Spaniern und 6,000 Indianern in Guatemala ein-drang, die Reiche der Quiches, Kachiquelen und Zutugilen sich unter-warf und die Stadt Guatemala la Bieja gründete, für Spanien in Besitzgenommen. Nur unbedeutend war der Widerstand, den ihm die über-raschten Indianer entgegensetzten und fast ohne Schwertstreich wurden dieSpanier Herren über den ganzen westlichen Theil von Guatemala. —Von Guatemala la Vieja aus verbreiteten die Spanier ihre Eroberungenüber die östlichen Gegenden und schon 1548 war das ganze Land bis anden Isthmus ihnen gehorsam; nur die Völkerschaften, die das Innerevon Honduras bewohnen, die Moscos, Poyais und Taucas, vermochtenÜe weder zum Gehorsam, noch zum Christenthum zu bewegen, und dieProvinzen Taguzgalpa und Tolagalpa blieben fortwährend im Besitz die-ser feindlich gesinnten Indianer, die sich aber auch in der Civilisationden übrigen Stämmen, die in derselben schon bedeutende Fortschritte ge-wacht, nie angeschlossen hatten. — Keine Kolonie hatte übrigens bei ih-ver Eroberung den Spaniern weniger Blut gekostet, als Guatemala, in°ei»er fügten sich die Eingebornen so willig dem neüen Joche und derwüeii Religion, aber in keiner stand auch der Macht die Überredung sokräftig zur Seite als hier, wo der Name Las CasaS, des Apostels derIndianer, der in Chiapa Bischof war, immer mit Ehrfurcht genanntwerden wird. — Guatemala blieb als Kolonie größtentheils unter geist-licher Herrschaft; am wenigsten von Außen beunruhigt, blieb es am läng-sten der Sache des Mutterlandes getreü; nur selten litten seine Küstendurch Korsaren und Freibeüter; im Innern waren die unruhigen Mos-^s, die häufig Einfälle in die Kolonien machten, die einzigen Feinde,w>d nur die Natur in ihren furchtbar-erhabenen Erscheinungen, die sichvulkanische Ausbrüche und Erdbeben zeigten, und selbst die Haupt-jwdt zerstörten, war Jahrhunderte lang die Mahnerin irdischer Vergäng-Uchkeit. — Bis 1821 herrschten die Spanier ungestört in Guatemala,!!>Ud erst da, als die Kolonie sich völlig verlassen vom Mutterland« sah,sich dies Band. Guatemala trat als „Vereinigte Staaten von^ntral-Amerika« zur eignen Selbstständigkeit, trennte sich aber I8Z9 in^ unabhängigen 5 Republiken Guatemala, Sän Salvaoor, Honduras,,,waragua und Costa Nica, mit Veragua und dem Isthmus, die jetzt"wder damit umgehen, den Staatenbnnd von neüem herzustellen.

Das spanische Süd-Amerika war 1498 von Colon, von Trinidadentdeckt worden. Ojeda und Amerigo Vespucci befuhren 1499 die. "sie Columbiens, und letzterer entdeckte 1501 die Küste Paraguays undden Nio de la Plata und die Küste der Pampas; Nnnez de Bal-^ erblickte von den Anden in Panama 1512 zuerst den großen Ocean,^drarias Davila schloß 1515, Gonzalez Arila 1522 die Küsten Pana-de"n die Westküste Dariens für Spanien auf; Pizarro, Hernandodi ^ugue und Diego de Almagro entdeckten 1525 Peru, und ersterer setztebis ^oberung des reichen Landes bis 1533 fort und machte es SpanienCapamarca und Guanuco Unterthan, während Garcia de Lerma denyy^dalenenfluß 1531 und Diego de Ordez im nämlichen Jahre den Ori-° und das Land der Karaiben entdeckt, 1533 Pedro de Alvorado und

*»«-<»>«, o». vi. 26