Amerika.
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dabei feurig, entschlossen, tbätkg, für jede große Idee auflodernd, imUnglück aber verzagt, niedrig, kriechend und erbärmlich; deftig in allenseinen Leidenschaften ist er sinnlich, habsüchtig, stolz, nachtragend undrachsüchtig. Mit Ausnahme einer Anzahl Grundeigeutbiimer, Kaufleüte,Landwirthe, Künstler und Minenbesitzer, die sich nicht um die politischenWirren kümmern, sind sie das Verderben ihres Vaterlandes; zum Theilganz ungebildete Menschen, theils ohne Solidität der Kenntnisse, welcheällein tüchtig machen zur Behauptung der ersten Rolle in einem Frei-staate, sind sie voll Dünkel, der mit der Dummheit und Unwissenheitstets Hand in Hand geht, dem Müssiggange, dem Spiel und der In-trigue ergeben, und kennen nur eine Erwerbsquelle: „öffentliche Ämter!"in denen sie Gelegenheit finden, Slot;, Faulheit und Habsucht zugleichZu befriedigen. -Republiken sind diejenige» Staatskörper, deren LebenUnd Gesundheit von der idealen Tugend ihrer begeisterten Mitbürger ab-hängt, und der Republikaner, im eigentlichen Sinne des Wortes, mußso viel Gemeinsinn haben, daß sein Individuum in seinem eigenen Augevor dem Vaterlande verschwindet. Das ist leider in Mexiko nicht derFall: die herrschenden Kreolen sind in sich zerfallen, in Faktiouen getheilt,die mit den Waffen in der Hand um Macht und Reichthum einanderbefehden, und das Vaterland aus einem Bürgerkrieg in den andernstürzen. — Man hat, nachdem man die eingewanderten Spanier zumgrößten Theil vertrieben, für diese Kaste, au deren Spitze Santa Annasteht, der sich in seinem Titel „Wohlthäter der Nation" nennen läßt,eine Unzahl reich besoldeter Stellen geschaffen, wodurch der Schatz er-schöpft und das Elend vermehrt wird, und Niemand mehr zu sorgenhat, als der noch kein Bettler ist. Dieses Land, von dem v. Humboldtein so verführerisches Gemälde entwarf, weil er es schilderte, wie esaus den Händen des Schöpfers hervorging; dieses Nachbarland der Ver-einigten Staaten, die von der Natur weit weniger begünstigt sind, abergut verwaltet werden; dieses Land, in welchem 150 Millionen Menschenbehaglich leben könnten, hat circa 8 Millionen Einwohner, von denenWan bei uns wenigstens sechs zu Dürftigen, ja wohl gar zu Bettlern,Landstreichern und Dieben rechnen würde; wen» man in eine Stadt von20 — 30,000 Seelen tritt, findet man, 40 — 50 Familie» ausgenommen,lauter muffige, halbnackte, mit allen Lastern vertraute, abscheuliche'Menschen, unter denen die Hälfte, in Folge ihrer aus Unsauberkeit undLaster entstandenen Krankheit, mit welcher sie behaftet sind, Leperos ge-kannt werden. Die Stadt Mexiko allein hat 50,000 dieser Menschen,vie >828 die schauderhafteste Plünderung vollbrachten, und stets nur aufGelegenheit zu neüen Greüeln warten. — Die gemischte Bevölkerung be-ginnt übrigens jetzt sich mehr zu heben; in vielen der westlichen Staaten,g>e Santa Anna zu Departamientvs degradirt hat, um seine Centrali-wtion besser ausführen zu können, nimmt indeß der Einfluß der Kreolenmglich ab, und nicht fern wird die Zeit mehr sein, wo das Land in dieHände derer zurückfällt, denen es ursprünglich gehörte. Die 4 MillionenIndianer, und die aus ihnen hervorgegangn« Mischung, so indolentidlbige auch zum großen Theile noch ist, haben es noch keineöweges ver-gessen, daß sie die ursprünglichen Herren des Landes sind, und bei ihrer^bysischen Überlegenheit täglich in dem Maaße mehr Einfluß auf die^erwaltung des Landes gewinnen, als die Weißen, die Kreolen, angchralischer Kraft und Einfluß abnehmen, und daher ist es keineöwegesüte aus der Luft gegriffene Vermuthung, daß diese Menschen-Rasse