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Amerikanisches Staatenspstem.
sehe Wage legen. Sie erziehen ihre Kinder mit äußerster Sorgfalt, le-ben sehr einfach und behaupten den Ruhm, der ebreuwerlheste Theil derBevölkerung zu sein. Sie sind zudem wißbegierig, und keineswegs ab-geneigt, bedeutende Fortschritte in der Kultur zu machen. Man rühmtbesonders ihre Verschwiegenheit, Gastfreiheit und Wahrheitsliebe; ihrgrößter Fehler ist die Trunkenheit; mit Negern wollen sie keine Gemein-schaft machen, dagegen lieben sie die Weißen, die sich an ihnen auchniemals so sehr, wie in ankern Theilen Amerika's, versündigt haben. —Die Ansiedelungen Weißer im Lande begünstigen sie sehr, und durch dieAbtretung des Distriktes Santo-Thomaö an eine belgische Gesellschaft,im Jahre 1842, haben sie bewiesen, wie Ernst eS ihnen ist, die Kulturihres Landes zu heben, das von der Natur schon dazu berufen scheint,einst, wenn ein Kanal mittelst des Nicaragna das atlantische Meer mitdem Australvcean verbinden wird, der Mittelpunkt des Welthandels zuwerden.
Die Gestaltung der Oberfläche des Landes und dessen Naturproduktehaben wir bereits in der Eintheiluug angeführt. Der Staat Guatemalabesteht auS dem Föderalbezirk mit der Haupt-, und Bundesstadt und 13Partitvs oder Departamientos.
Guatemala la nueva, unter Lat. 14° 4ü' N. und Loug. 285°48' O-, in dem fruchtbaren Thale Vacaö, Hauptstadt des Staats undBundes, Sitz des Präsidenten, der höchsten Behörden und eines Erzbi-schofs, liegt am Niv-Vacas, >5 LeguaS vom Australoceane und 5 vonGuatemala la vieja, auf einer geräumigen fruchtbaren Ebene, die vonmehreren kleinen Flüssen bewässert wird, reich an Vegetabilien ist undbeinahe eines ewigen Frühlings genießt. Die Statt ist prächtig gebaut,bildet ein regelmäßiges Viereck, das in vier Quartiere und jedes dersel-ben in zwei Distrikte getheilt ist. Die Straßen durchkreüzeu sich in rech-ten Winkeln, sind 36 Fuß breit, gut gepflastert und in der Mitte voneinem kleinen Bach durchflossen. Der haüfigen Erdbeben wegen sind al^Haüser, mit Ausnahme der Kirchen, nur einstöckig, beguem und schö"gebaut und mit Gärten, Höfen und Altanen versehen, in denen inaUFontänen und Bassins antrifft. Der Marktplatz ist ein rechtwinkelig^Viereck in Mitten der Stadt, jede Seite 456' lang, er ist gepflastert l»Eum denselben stehen die vornehmsten öffentlichen Gebaüde: an derfeite die, im prachtvollen Stple erbaute Kathedrale, der Palast des E'Pbischvfs und das Kollegium ,Ik lnsinNe^; im W. der Palast des Prämdeuten, die Audwncia, die Nechnungskammer und Münze; im N- ^Nathhaus, die Gefängnisse, die Markt- und die Kornhalle, und imdas Zollhaus und der Palast des Marquis Aizniema; die Mitte dePlatzes nimmt ein prächtiger Springbrunnen ein; außer der Kathedrasind noch drei Pfarrkirchen, 7 Mönchs- und 5 Nonnenklöster, 3 we> ^liehe Hospice, 2 weibliche Seminare, 4 Hospitäler und 42 Brüderschaft^vorhanden. Ein schönes steinernes Amphitheater ist zu Thiergefechten 'stimmt, wo öfters Kämpfe zwischen Jaguais und Büffeln stattfinden otbloße Stiergefechte gehalten werden. An UuterrichtSanstalten findet ma' -die Universität Sän Carlos, bereits 1676 gegründet, mit 12 Lehrstim^„und einer öffentlichen Bibliothek, 2 lateinische Schulen, 2 Akadewlund 3 Freischulen. Die Stadt ist in drei Kirchspiele geschieden, steht ""einer Cabildo oder einem Magistrat von 2 Alcalken, 1 Alguez>> nrayI Prvvintial-Alcalden und 8 Negikcren; jedes Quartier hat feinen ^sondern Alcalden nnd zur Beaufsichtigung der Gesundheitspflege bei