Amerikanisches Staatensysirm.
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weit bis zum Ocean, von Long. 2SS° bis Long. 327° O. strömt, undein Stromgebiet von mehr als l4«,vav lD Meilen (vier Fünftel derGröße von Europa) umfaßt; er entspringt aus dem See Hiauricvcha,unter Lat. l»° 3t)' S., eilt mit gewaltigem Gefälle von einer Höhe vonnahe an 12,000 Fuß, bis zum Durchbrüche durch die Kette von Chacha-poyas, wo der, dort etwa llS Meilen von seiner Quelle entfernte, vvo'breite Strom durch eine nur >50' breite Schlucht, Pongv de Manseriche,sich hinabwälzt, und bei Nentema nur noch 1,16»' über dem Meeres-spiegel erhaben ist. Durch Hügelketten strömt er nun, sich schnell erwei-ternd, dem brasilischen Tieflands zu, an dessen Grenzen er, bei Tabatinga,320 Meile» von seiner Quelle, schon eine halbe Meile breit, und seineabsolute Höhe nur noch 63t> Fnß ist. Von dort wächst sein Riesenkör-per immer mehr; ohne alles Hinderniß dehnt er sich aus, umfaßt mitseinen Seitenzweigen meilenweite Strecken des benachbarten Gebietes,bildet im Hauptstrome selbst zahllose Inseln, setzt sich mit seinen Neben-flüssen, die zum Theil gleich ihm schon Niesenströme sind, oft weit vorderen eigentlicher Mündung, und mit den benachbarten Seen in Ver-bindung, erreicht eine Tiefe von 300 bis 35V Fuß, verschlingt hier unddort durch Untergrabung seiner Ufer große Strecken Land, steigt in derersten Hälfte des Jahres bis zu einer Höhe von 4V Fuß, und machtdann das benachbarte niedere Land zu einem Meere; durch die Felsen-ufer bei Obydoö wird er noch einmal zu 5,000 Fuß Breite eingeengt;dann aber fließt er, kaum von einem Hügel begrenzt, durch die uner-meßlichen Tiefebenen, und wird von der Mündung des Xingu immermehr einem See gleich. Ganze Inselgruppen füllen seine Mündung,den Kanal von Braganya, der sich von dort nach N. wendet; unterhalbGurupa sendet er einen schmalen Arm gegen Süd, der sich mit demUanapu undTocantinö verbindet, und die 3»Meilen lange und ^Mei-len breite, fruchtbare, mit Sumpf, Wald und Heerden bedeckte InselMarajo oder Johannes bildet. Über ivv Meilen, bis zur StromengeObydoS, steigt die Fluth in ihm aufwärts. Die Flachheit des Bodens,durch welchen der Maraüon strömt, wird nicht nur durch die schon er-wähnte Erscheinung bezeugt, daß nicht allein seine Nebenflüsse oft schonweit vor ihrer Mündung Nebenarme nach ihm ausschicken, und zahlreicheSeen, die meilenweit von ihm entfernt sind, durch natürliche Kanälemit ihm und unter sich in Verbindung stehen, sondern daß der Strom zselbst durch solche Arme sich mit anderen Seen und Flüssen in Verdis- !düng setzt, ja daß in manchen dieser Kanäle, je nachdem der Haupt- oder >Nebenstrom steigt oder fällt, das Wasser zu verschiedenen Feiten in ganjentgegengesetzter Richtung fließt. Das merkwürdigste Beispiel dieser Arlist der Fluß Avatiparanä, der über 40 Meilen oberhalb der Mün-dung des Dupura, vom December bis zum Juni aus dem Maraüon injenen Fluß, vom Juli an aber in den Maraüon fließt. An der Notd"feite bilden sich so im unteren Laufe «ine ganze Reihe großer Inselnneben dem Hauptstrome. Noch auffallender ist es aber, daß die Neben-flüsse in ihrem mittleren Laufe sich auf solchen natürlichen Wegen ih^Flnthen gegenseitig mittheilen und auf diese Art ein natürliches Kanal-system bilden, wie kein anderes Land der Erde ein ähnliches anfzuweiftnhat. Die wichtigsten Nebenflüsse des Maraüon in Brasilien sind voMN. her: der Joa, der Uupura, welcher mehrere Katarakte bildet, derNegro, welcher sich durch den Uaupes oder Ucayari, und denBranco oder Paraviana verstärkt, der Trompetas und der GN-