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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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Amerika.

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rnpatuba; vom S. her: der Huallaga, der sich durch den Beniund Apurimac verstärkt, der Javary, Iutaky, Juruah, Teff«,Coary, Purus, Madeira, Topajoz und Lingu. Der Tocan-tins, der sich durch den Araguaya verstärkt, und mit dem südlichenArm desMaranon, denNiv dosBocas, in welchem auch derUanapnfließt, im S. der Insel Marajo vereinigt, bildet ein eigenes Flußgebiet.— Weiter im Osten strömt der Parnahiba, der ebenfalls ein eigenesStromsystem bildet und eine Menge Flüsse von den östlichen Bergkettenan sich zieht; südlich von ihm mündet der Francisco, der den mittle-ren Theil des Landes nach N. durchströmt und endlich das Gebirgedurchbrechend, sich nach O. wendet; im SO. strömt der Nio Grandede Sän Pedro und bildet die, durch eine schmale Nehrung fast ganzvom Ocean getrennte Lagune de losPatos; den SW. des Landesdurchströmen der Parana und Uruguay, von denen der erstere meh-rere Katarakte, den Guayra und Urabapunga beschreibt, und denW. der Paraguay, der durch die lange Sumpfebene fließt, die in derRegenzeit den sogenannten See LarayeS bildet. — Alle anderen Flüssedes Landes sind kleiner, obgleich noch viele unter ihnen sind, die 4V diS5ü Meilen weit aufwärts mit Bovten befahren werden können.

Das Klima an sich ist heiß, ein wahres Trvpenland, aber erfrischt«nd gemäßigt durch die vielen Flüsse, die Nähe des Meeres und dieviele» Gebirge des Landes. Rio Jaueiro hüt zwischen 16° und 3ü°Wärme, aber weiter inueu auf den Höhen, und mehr westlich und süd-lich ist das trefflichste und gesundeste Klima; die Ebenen im N. sinderstickend heiß und schwül, und hier der Sitz aller Trvpenkrankheiten.Keines der Gebirge erreicht die Schneegrenze, und daher ist hier dieTemperatur höchst angenehm; die vielen Wälder und großen Flüssetheilen der Luft eine reiche Dunstmaffe mit und bewirken dadurch häufigRegen, besonders in unsern Wintermonaten, welche dort die Regenzeitbilden, deren Dauer und Eintritt jedoch bei der großen Ausdehnung desLandes sehr verschieden ist. Die herrschenden Winde sind vom Märzbis September der Süd-, vom Oktober bis Februar der Nordwind; Ge-witter sind haüfig, die Plagen der benachbarten Staaten aber: Vulkane,Erdbeben und Orkane sind hier völlig unbekannt.

Der natürliche Reichthum Brasiliens übertrifft Alles, was manwnft kennt; er ist in allen Theilen der Natur gleich groß, und stellt beiNäherer Betrachtung das schönste Gemälde dar. Unermeßlich ist vorAllem der Reichthum an Mineralien, namentlich an Edelsteinen undGold. Brasilien ist die größte Fundgrube an Diamanten; man findetsto in losem, auf Felsen gelagerten, mit Pflanzenerde gemischtem Kies,

man wäscht und aussucht, und in dem Diamantendiftrikte Serro deHtio in ziemlich harten ausgeschwemmten Breccia-Felsen; Gold führen"lle Flüsse bei, besonders die trägen schlammigen Bäche, sowohl in Kör-?*rn, die das Wasser abgespühlt hat, als in kleinen gediegenen Massen,leltener aber doch auch in ganzen Klumpen. Es findet sich in MengeÄschen den Ritzen der Felsen und im rothen Lehm der Gebirge, dendeßhalb auswäscht. Auch alle übrigen Metalle und Halbmetalle,?"ber ausgenommen, finden sich im größten Überfluß; ganze Gebirgs-kttei, bestehen aus reichem Eisenstein, und Zinn, Blei, Quecksilber,Schwefel, Alaun u. s. w. ist in unendlicher Menge vorhanden. DerE?"z«,nreichthum ist unermeßlich. Kein Land hat eine solche Mannig-'»mgkeit und Üppigkeit der trefflichsten Gewächse; Brasilien zeigt die

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