Amerika.
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lH Meile des großen Reiches nur 42 Seelen; mit den unabhängigen In-dianern, lustlos taxu^os oder Akntios, hingegen, die ungezählt das In-nere des Landes durchstreichen, und in noch ungekannteu Stämmen denNorden und Westen bewohnen, könnte die gesammte Volksmenge wohlgegen 7 Millionen betrage».
Der National- und Nasscnverschiedenheit nach berechnet man:
Portugiesen, Kreolen und europäische Ansiedler 924,1 is
Freie Mestizen.600,00«
Sklaven-Mestizen . 250,000
Freie Neger. 180,000
Neger-Sklaven . 2,926,418
Indianer, bekehrte.30«,»00
» unabhängige. 250,00«
Total: 5,430,537.
Der herrschende Theil der Bevölkerung sind Nachkömmlinge der ein-gewanderten Portugiesen, die sich aber nicht Kreolen, wie in andernStaaten Süd-Amerika's, sondern Brafilier (Brusiloiios) nennen; ihnenfolgen die eingewanderten Portugiesen, deren Zahl aber immer mehrabnimmt, und die von den Eingebvrnen mit dem Namen Europäer(Luroxeos) bezeichnet werden, was gleichbedeutend mit „Unterdrücker"ist, und dann gegen 80,000 Deutsche, Franzosen, Schweizer und Englän-der, von denen sich die drei ersteren als Landbauer im Innern angesie-delt, die letzteren aber als Kaufleute in den größeren Seestädten nieder-gelassen haben. Den zahlreichsten Theil der Bevölkerung bilden die Ne-ger und die aus der Vermischung der Weißen mit denselben hervorge-gangen« Mischlingsrasse, deren Benennung hier von denen anderer Staa-ten bebrütend abweicht. Trotz der Aufhebung des Sklavenhandels wer-den hier jährlich von 40 — 50,000, früher von 15« — 200,000 Neger, die,weil sie noch nichts können, iVoAi-us lu-utos genannt werden, von Afrikaeingeführt, und die Erlaubniß, die man früher Portugal gestattete, fürseine sndamerikanischen Besitzungen, im Süden des Äquators Sklavenholen zu dürfen, ist stillschweigend mit auf das selbstständige Brasilienübergegangen. Der grösste Theil der eingeführten Schwarzen stammtvon Afrika's Westküste, aus Angola, Benguela, Cabinda u. s. w., ge-ringen Theils aus Mozambiqne; man unterscheidet die angekommenenSklaven daher in Angola-, Congo-, Nebolo-, Ansico-, Gaboan- und Mo-jambique-Neger, und zieht den Angola-Neger, der am leichtesten zu be-handeln ist, und zum Theil schon in seiner Heimath Sklave der dorti-! gen Weißen war, allen andern, namentlich zu Haussklaven vor; er zeigt
! die treueste Anhänglichkeit, und ist eS auch meistens, der sich anstrengt,
Um zu seiner Freikaufung zu ersparen. Am ähnlichsten ist ihm der> Evngo-Neger, der aber stärker und mehr zur Plantagenarbeit geeignet
ist, worin ihm auch der Rebvlv gleicht, der aber schwerer zu lenken, und
der Niedergeschlagenheit mehr unterworfen ist; der Ansico, stolz undfreisinnig, und mit geistreicherer Physiognomie, ist ebenfalls schwer zu! denken, aber arbeitsam und thätig» und eifrig bedacht für seine Loökan-sung zu sparen; der Gaboan, roher und wilderer Natur, leicht in Me-ianchvlie versinkend und sich selbst mordend, und der Mozambiqne, derhäßlichste und schwächste von Allen, werden beide nicht sehr geschätzt undsiets am wohlfeilsten verkauft. — Der Sklavenhandel findet hier seineHauptstütze in der Trägheit der weißen Bevölkerung und in dem Vor-