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6 (1844) Das amerikanische Staatensystem, das mohammedanische Staatensystem, die christlichen Staaten von Abyssinien, das buddhaistische Staatensystem und die Heidenwelt : nach den geographisch-statistischen Hauptverhältnissen / von Dr. Heinrich Berghaus
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526
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Amerikanisches Staatensystem,

ähnlich, übrigens ganz unbedeutend, das Münzyans, Zeughaus, See«zeüghaus, Mililärhaus, der bischöfliche Palast und das Zollhaus. Donden vielen Kirchen und Kapellen zeichnet sich auch nicht eins durch schöneBauart aus, obwohl sie im Innern mit Gold und Zierrathen überladensind. Klöster hat die Sradt nur vier, von andern Anstalten aber einHospital, Waisenhaus, und ein kaiserliches Militärhvopital mit einermedicinisch-chirurgischen Schule verbunden. Wissenschaftliche Sammlun-gen gibt es nur wenige: die kaiserliche Bibliothek mit 7v,üvv Bändenund «in Naturalienkabinet. Der Handel ist nach allen Richtungen hinvorzüglich, das Fabrikwesen aber erst im Beginnen. Sehr merkwürdigist die Wasserleitung, nach dem Muster der berühmten Lissabvner. Diesonst unbefestigte Stadt hat einige Festungswerke nach der See hin,welche aus den Forts es. Cruz, der Batterie St. Joao und Theodosio,dem Fort Dillegagra und Cvnceicao bestehen. — Bahia, bis zum Jahr1763 Brasiliens Hauptstadt, jetzt aber nur noch die der gleichnamigenProvinz, liegt unter Lat. 13° S. an der Ostseite der Allerheiligenbai,theils auf einer steilen Höhe, theils am Fusie derselben an der Bahia,hat 12ü,0vv Einw. und eine ausgezeichnete Lage, sowohl was den Handel,als auch Naturschönheit anbetrifft. Die Stadt mit ganz unregelmäßi-ger Anlag« ist nicht nur Brasiliens zweitgrößte Stadt, sondern überhaupteine -er bedeutendsten Amerika's und sehr wichtige Handelsstadt. DieStadt zerfällt in die obere und untere. In der erster» befinden sich derGouvernementspalast, das Münzgebande, die Kanzlei, der AppellationS-hvf, das Stadthaus, diese um den viereckigen Paradeplatz herum, fernernoch der erzbischöfliche Palast und die Citadelle. Das frühere Jesniten-Kollegium ist jetzt Militarhvspital und Schule der Chirurgie. Die untereStadt, nur aus einer langen Hauptstraße bestehend, zieht sich am Randdes Busens hin, und enthält die neue Börse, das Waarenmagazin derKaufleute, das SeezeüghauS und die Kais. Bahia ist Sitz eines Erz-bischofs und der Provinzialbehörden, und durch mehrere Forts undBatterien geschützt. Be,aynng aus mehreren Regimentern bestehend;eine Gelehrtenschul« mit Lehrstnhlen für Philosophie, Rhetorik, Mathe-matik, griechischer und lateinischer Spruche, und eine öffentliche aus 7VVSBänden bestehende Bibliothek.

Pernambuco, der gemeinschaftliche Name der Stadt Ollinda undVilla Necife, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit 62,vvv Einw.Recise, das an der Mündung des Capibaribe liegt, ist der Haupthan-delsplatz, und hat daher auch die Waaren Magazine, so wie die Jnten-danzia da Marinhao der kaiserlichen Schiffswerft«. Klöster gibt es imÜberfluß; der Handel ist sehr bedeutend. Der treffliche Hafien durchmehrere Forts geschützt. Pernambuco ist Sitz eines Präsidenten, Duri-dvrs, Marine-Intendanten, Finanz-Kvllegiums und eines Jniz de Fora.Sergipe oder S. Christovam, Hauptort der gleichnamigen Provinz,am Niv Paramopama (Arm des Bozabarris) s Leguas vom Meere,mit 36.0NV Einw., wurde IÜ37 von den Holländern zerstört. Mit gu-tem Wasser ist die Stadt reichlich versehen, und ihre Umgebung frucht-bar. Ausfuhrhandel; Franziskaner- und Karmeliterklofter, und eineSchule für Elementarwissenschaft. — Sän Paulo, unter Lat. 23° 33'30" S. an der Westseite der Serra do Mar, am Zusammenflüsse deSTamandahati und Hinhangabahu', liegt in der gleichnamigen Provinz,13 Leguas vom Hafen Santos entfernt. Früher Hauptstadt der Pro«vinz» ist sie jetzt noch Sitz des Präsidenten, des Duridors der Comarca,