lebendiggebärende Spielart (varlotag vivipara) bezeich-net hat. Hier findet man entweder »nr das Pistill, vder »nrdie Spelzen, mit theilwciser Verkümmerung der Fortpflanzungs-nrganc, oder die Spelzen sammt den lcztcrn in Vlättchen umge-wandelt, welche vorzüglich bei I^o» diilixisn an ihrem Grundefieischig verdickt, sind und wirkliche Bulbillcn darstellen. Auchbei andern Pflanzen, nämlich bei dem Gcmüsclauch (Bistumolernckuin), dem Weinbergslauch (Bistum vilioale) unddem z w i e b c lkn o s p i g c n Knöterich (?ol^^onum vivipa-vum) haben wir (I. S. 227) solche zwischen den Blüthen undan deren Stelle sitzenden Bulbillen kennen gelernt, wo sie schonim wildwachsenden Zustande so gewöhnlich vorkommen, daß manbei den erwähnten Pflanzen diese Mißbildung fast normal nennenkönnte. Eben so finden wir es bei dem wildwachsenden Schlan-ge» lau ch chVllimn 8ok»-ostl>j,rnsum //st?-?.) und bei dem allent-halben kultivirten Knoblauch sntivum), so wie bei
der dickzwicbeligcn Abart desselben oder der Rockenbvlle (^.8at«vnin /z niavi-ooiomirim />/§?/. et /s«?c/?.), in deren Dolde dieBlüthen immer zum großen Theil oder alle durch Bulbillen ver-drängt lind, während bei der gewöhnlichen oder Sommer-zwiebel (Bistum Oep») dieses Auftreten von Knvspcnzwicbelnan der Stelle der Blüthen weit seltener beobachtet wird.
Zn allen zulezt genannten Fällen sind aber keine Andeutun-gen von Fvrtpflanzungsorganen in den Bulbillcn zn erkennen undcS scheint hier keine Umwandlung von Blnthentheilcn vor sich zugehen, sondern bloß ein Verharren auf einer niedrigern Stufegegeben zu seyn, über welche hinaus der Bildungstrieb sich nichtzu erheben vermag, wodurch dann die Verkümmerung oder dasgänzliche Ausbleiben der Blüthcnbildnng bedingt wird.
8. 228.
Es sind nämlich von den aus einer Umwandlung der Theilehöherer Eyklcn in Bildungen einer tiefern Stufe hervvrgcgange-ncn, d. h. durch eine rückschrcitcndc Metamorphose bewirkten Miß-bildungen diejenigen zu unterscheiden, welche nur in einer Wie-derholung tieferer Bildungsstufen, von einem theilwcisen Fehlschlage»vder einer gänzlichen Unterdrückung der übrigen Blüthentheilen beglei-tet, bestehen. Dahin gehören, außer den eben genannten, solche, wo
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