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Gefäßpflanzen und den Mvnvkotyledoneen seltner als bei den Diko-tyledvncen solche Abweichungen vom normalen Bau, so wie auchwieder bei den Gewächsen der beiden znlezt genannten Klassen dieMißbildungen in den Blüthen häufiger auftreten als an den übrigenTheilen der Pflanze. Manche Gattungen zeigen ferner eine größereNeigung zu diesen Abweichungen als andere zu derselben Klasseoder Familie gehörigen, wie die Kvhlarten, wobei wieder ver-schiedene Organe bei den verschiedenen Arten vorzugsweise zurMißbildung geneigt sind, z. B. beim Gemüsekohl (krasslonvlornvea) die Blatter, beim Nüben kohl (6r. Kazm) die Wur-zel; oder es hat selbst die Stelle, welche gewisse Organe einneh-men, einen nicht zu verkennenden Einfluß auf die häufigere Ent-wicklung von Mißbildungen, wie bei den Blüthen in den verschie-denen Klassen der Blüthenstände. Hier sieht man am öfterstendie partiellen Mißbildungen da eintreten, wo die tiefere Blattbildungzuerst in die Blüthcnbildung übertritt, also bei Blüthenstände»der centripetalen Entfaltung in den untersten, bei denen der cen-trifugalen Entfaltung in den centralcn oder primären Blüthen,so daß sich sogar in diesen Abweichungen von dem normalen Ent-wicklungsgänge eine gewisse Gesetzmäßigkeit nicht verkennen läßt.
Zu dieser größer» oder geringern Neigung zur Erzeugungvon Mißbildungen gesellt sich bei manchen Pflanzen auch Notl-eine Art von Erblichkeit, wodurch sich vermittelst der Impfungoder selbst durch Samen manche Mißbildungen fortpflanzen lassen,wie die gefüllten Blüthen ausdauernder und einjähriger Pflanzen,die verschiedenen monströsen Formen des Gemüsekohls, desMangolds u. a. m. Bei Holzgewächscn und Stauden geschiehtes endlich häufig, daß die Mißbildungen zur bleibenden Bildungwerden, indem z. B. die abnormen Blätter und Blüthen mit je-dem Jahre bei ihnen wiederkehren.
Welches aber auch die Ursachen der Mißbildungen seyn mö-gen, so ist die genauere Beobachtung der lcztern von der größtenWichtigkeit nicht blos für die Organographie, da sie die schönstenAufschlüsse über den normalen Gang der Metamorphose und überdie tiefere Bedeutung der Organe geben, sondern auch für diePhytonvmie, da wir durch die abnormen Veränderungen des Bauesund der Funktionen manche Fingerzeige über die verschiedenen Le-^»üerschcinungen >m normalen Zustande erhalten» so wie noch