auf einem Blatte oder Zweige zweierlei Auswüchse von ganz ab-weichender Bildung nebeneinander finden, so das; also durch einedem Anschein nach so ähnliche Ursache das nämliche Parcnchymzur Erzeugung völlig unähnlicher Formen angeregt wird.
Was die Insekten betrifft, welche die Gallauswüchsc verur-sachen, so gehören sie meist zur Gattung der Gallwespen(Exnips /)run.), aus der Familie der Hautflügler. Diemerkwürdigern sind die auf den verschiedenen Eichen-Arten(Auereus) lebenden, wie die eigentliche Gall wespe (Exn.6«IIi,e tinotorine) , welche durch ihren Stich auf den jungenZweigen der in Kleinasien wachsenden Ga lleiche (ÜuervnsLsotorls) die Galläpfel des Handels erzeugt, welche sohäufig zum Schwarzfärben und zur Bereitung der schwarzenDinte gebraucht werden; die Ei chcn sticl-Gallwcspe (Exn.kuereus postunouli), von welcher die auf den Blüthcnsticlcn undBccherhüllen der Knopperciche (duerv. ^e^xlops) sich bil»dcnden Knvppern herrühren; die Zerr ei ehe n-G a l lwe sp e(Exn. ftuerous Eerris «ö L'«.), welche in südlichern Länderndie Aestchcn der Zerre ich e (ttuero. Eorris) ansticht und da-durch eine Art G alläpfcl erzeugt, die als franz ösischeunterschieden werden. Auch auf den Blättern unserer inländi-schen Eichen (üuerous kobur und 6. peäunoulata) kommenhäufig Gallauswüchsc vor, welche bald kugelrund (von Exn.Auerous loli! und E. Auerons daoenrum) , bald kreisrund, lin-senförmig und behaart (von Exn. Nllmlsnmtslis) erscheinen. Ausden Blättern der Buchen, Weiden, Pappeln, Lindenu. a. kommen wieder andere Gallauswüchse vor, die, weil sie hiermeist eine spihkegelige Gestalt haben, auch als Fleisch zapfenunterschieden werden. Bekannt ist ferner der große, mit moos-ähnlichen Fäden überdeckte Auswuchs au den Zweigen der wil-den Rosen, welcher den Namen Rosenapfkl, Schlafapfeloder Bedeguar führt, und durch den Stich der Rose n-G all-wcspe (ExnlpZ kosso) verursacht wird. Wenn die Gallauswüchscin sehr großer Menge auf einer Pflanze sich erzeugen, so können sieihrer Gesundheit allerdings nachtheilig werden.
beobachtet worden wären. Die weiter unten beschriebenen Zapsenro-
sen der Simsen (amwiis) können nicht als eigentliche Gallaus-wüchse betrachtet werden.