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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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Ulmen, Linden, Haseln, Heckenkirschen (I-onioora X^-losteum) n. a. häufiger in Gebirgsgegenden als in den Ebenenangetroffen; in Treibhäusern findet er sich nicht selten ebenfallsauf dcn Blättern der Holzpflauzcn (wie des Oclbaums, dcSCitronen- und P o m er an z c n b anm s u. a. m.) ein, und imFreien ist cr auch auf krautigen Pflanzen — auf dcr Bcinwurzoflivlnnla), dem Ehrenpreis (Veromcn okkol-nnlis), der gcm. Bicbcrncllc (kim^inolln LaxikvaA»), demHeil kraute (Ilovooleum Kpfionst^Iium), mehreren Korbblü-thigen — beobachtet worden. Er entsteht, wie Unger beobach-tet haben will, zuerst an den Stellen, wo das Rcgcnwaffer amlängsten haftet und überhaupt die Feuchtigkeit am leichtesten sichansammeln kann, und seine Erzeugung scheint hauptsächlich aufeiner Verhinderung der regelmäßigen Ausdünstung zu beruhen *).

§. 248 .

Endlich gehören zu dcn oberflächlichen, in Form von Schma-rotzern auftretenden Krankheitsproduktcn die fast allenthalben undwährend der ganzen Vegetationsperiode der Pflanzen sich erzeu-genden Blattfasern (kk^eriuoeas Irre»). Diese sind haar-ähnlichc, einfache, ungegliederte, in flcckenähnlichcn Haufen auflebenden Blättern zusammengedrängte und durcheinander gewirrteZcllcnfädcn, welche von Manchen als wirkliche Schmarotzerpilze

*) Es werden noch andere kryptogamische Pflanzen unterschieden, diesolche dem Rußthau ähnliche, schwarze Ueberzüge bilden, wie derTannen-Schnurpilz Outevnaria pinoplnla tVees, Syst. der Pilzen. Schw. Lad. 2g, 298 ), welcher aus kränkelnden jüngern Zwei-

gen der Weißtanne vorkommt; dann die Rnß-Haftfaser crorulaE/ievatt.) , die von Manchen (kirres mxcol. m, p.502 ) als eigene Art betrachtet, von Andern klar. cr)-pt.

kerman. II, p. 168) aber mit 61 -ikIoxpoi-ium k'umsKo vereinigt wird;endlich sogar einige zu den Flechten gezählte, wie Verraearl» rk>x-pvnta und Verruc. kumaxo ttatt)'. , welche die Aeste undjüngeru Zweige mehrerer LaubhSIzex (der Linde, Pappel, desPslanmenbaums U- a.) überziehen. Auch sind noch einigeHu st fasern ('Hula und D. <»I»,iv<>Ia Corcka — in

Sturm, Deutscht. Flor. M- Abth. g. Hft. ' 5 m>. 12 und 45) zu er-wähnen, welche die Halme verschiedener Grasartcn befallen, abereinen braunen Ueberzug bilden.