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welche die Oberhaut pustelsörmig nach Außen drängen, bis siezerreißt und dieselben über die Oberfläche hervortreten läßt'').
Hieraus wird es klar, daß diesen Bildungen immer einkrankhafter Zustand der Pflanze vorausgebt, daß dieselben alsowirkliche Krankbeitsprodukte sind, und wenn wir diese Organisa-tionen als selbstständige Pflanzen betrachten wollen, so haben wirhier allerdings die deutlichsten Beispiele einer ursprünglichen d.h. einer Erzeugung ohne Sporen.
Als äußere oder Gclegcnhcitsursachen werden wir also allediejenigen erkennen, welche die Ausscheidung durch die Oberhautverhindern. Dahin gehören anhaltend feuchte Beschaffenheit derAtmosphäre, durch Nebel oder Regen herbeigeführt"-), Mangelan Licht, schneller Wittcrungs- und Tcmpcratnrwcchsel, späte Früh-lingsfröste und Reif, welche das Wachsthum plötzlich hemmen,aber auch anhaltende Trockenheit von höherer Luftwärme beglei-tet, Mangel an Luftzug (bei sehr dicht stehenden Pflanzen), Ver-unreinigung durch Staub, Ucberschwemmung, Veränderung desKlima's und, wie schon oben bemerkt, ein allzu nahrhafter Boden.
Das häufigere und zuweilen bei den meisten Pflanzen einerArt in gewiffen Jahren beobachtete Erscheinen der Ausschlags-schmarotzer, womit in höherem oder geringerem Grade das Miß-rathen von Pflanzenarten (z. B. des Getreides durch den Rost)
°) Bei der Erzeugung der eigentlichen Ausschlagsschmarotzcr (derNackt- und Balg brande) werden durch die Erweiterung derJntercellularlänge zwar die benachbarten Zellen auseinander ge-schoben, dadm-ch wird das ganze Zellgewebe in der Nahe der Mnt-termaffe lockerer, und die von dem krankhaft veränderten Safterings umgebenen Zellen werden nun auch in ihrer Funktion ge»stört, wodurch auch ihre Safte eine Entmischung erleiden, in derenFolge der Zellensaft theils farblos erscheint, theils körnige Stoffe(von krankhaft verändertem Chlorophyll oder Stärkmehl herrüh-rend) absezt; aber nie gehen die Zellen des Parenchyms in dieBildung des Afterorganismus selbst ein, wie dieses bei den tiefernStufen der Blatt schorfbildung der Fall ist.
Daher sind auch feuchte Wiesen, feuchte schattige Wälder, tiefeGräben «. s. w. der Entstehung von Ausschlagsschmarotzern beson-ders günstig; daher findet man sie ferner auf Pflanzenreichen In-seln häufiger als im Binnenlande größerer Kontinente, daher imfeuchten Frühling und Herbste häufiger als im Sommer und über-haupt in feuchten Jahren in größerer Menge als in trocknen.