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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
Entstehung
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Zusammenhängt, laßt auf ein epiphytisches Auftreten dieser krank-haften Bildungen schließen, obgleich bis jezt in dieser Beziehung»och keine genauern Beobachtungen vorliegen. Was das An-stcckungsvcrmögen dieser Krankheiten oder die Fortpflanzung derAusschlagsschmarotzer durch Sporen betrifft, so scheinen mancheErfahrungen und (namentlich von Unger) angestellten Versuchedagegen zu sprechen, indem oft dieselbe pcrcnnircnde Pflanze meh-rere Zahre hindurch von Ausschlagsschmarohcrn befallen wird,ohne dadurch die Gesundheit der nebenstehenden Pflanzen zu stö-ren, auch das Aufkeimen aus den Sporen noch nie beobachtetwurde, dagegen vielmehr das Aussäen derselben auf gesunde, nn-verleztc oder stellenweise ihrer Oberhaut beraubte Blätter ohneErfolg blieb -). Am wenigsten möchte sich -die von mehrerenSchriftstellern vertheidigte Ansicht bestätigen, daß durch die Spo-ren einer Art eine andere Art dieser Schmarotzer entstehen könne,wie man besonders von dem Warzenbrande des Sauer-dorns (Aeoistlum Lerkeristis) annahm, welcher den Rost (llrefloIdudiZo, 11. lineArls u. kiiooinik 6vmninum) im Getreide her-vorbringen sollte, weßwegen man die Nähe von Saucrdornheckenden Getreidefeldern für schädlich hielt. Warum Getreidefelder,welche eine niedrige Lage haben, umzäunt, oder von Bäumcu undStrauchwerk beschattet sind, leichter vom Roste leiden, als hochund frei gelegene, ist aus den eben angegebenen innern und äußernUrsachen der Ausschlagskrankheiten erklärlich; daß aber mancheGewächse auch schon vermöge ihrer eigenthümlichen Natur undLebensweise andern schädlich werden können, ist allerdings nichtabzuläugncn.

§. 255 .

Mit den Ausschlagsschmarotzern zeigen endlich viele der hö-hkr entwickelten Schlauchschicht-Pilze (llzmenoinzootos),hinsichtlich ihrer Entstehung und ihres HcrvorwachsenS aus derSubstanz anderer Pflanzen eine gewisse Uebereinstimmung, so daß""r sie, als Krankheitsprodukte betrachtet, jenen wirklich nahesiellen müssen. Es kann jedoch natürlich hier nur die Sprachevon denjenigen höher» Pilzformcn seyn, welche auf noch lebenden

Man vergl. Unger, die Sxanth. d. Pfl., S. äLi.