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2/2 (1839) Allgemeine Botanik III / von Gottl. Wilhelm Bischoff
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119
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wie die diesen Pflanzen eigenen Sommerwurz-Arten (Oro-lwnohg provera 0. niinor Kn/ton., O. iruno^a /ftnn-,

0. pi-uinos» , und welche die genannten Pflanzen zum

Schaden der Landwirthschaft anssaugen, muß man möglichst zuvermindern oder gänzlich auszurotten suchen. Das einfachste Mit-tel ist auch hier, diese Schmarotzer vor ihrer Samenreife so nahwie möglich an ihrem Grunde wegzuschneiden oder abzukncipen,um ihre Fortpflanzung zu verhindern. Es wird auch noch vorge-schlagen, die von ihnen heimgesuchten Felder mehrere Jahre mitandern Pflanzen zu bestellen, die den Schmarotzern nicht zugäng-lich sind, damit die etwa ausgefallenen Samen derselben ihreKeimkraft verlieren; da wir aber noch keine Erfahrungen überdie Dauer der Keimkraft dieser Samen besitzen, um hiernach dieZeit des Kulturwcchsels bestimmen zu können, so bleibt diesesVerfahren doch zur Zeit noch ziemlich unsicher.

Aehnlich verhält es sich mit den Flachsseiden (6usont»vuropsvr» /.rnn., 6. Lpilinum 6. sichitliymum Hmrt/l),

welche unter andern hauptsächlich die Flachs-, Klee- und Wicken-fcldcr befallen, und um so schwieriger zu vertilgen sind, als sieleicht bei dem dichten Stande der angebauten Pflanzen, von einerzur andern hinübcrrankend, mehrere benachbarte umschlingen, wobeiihre Samen nicht blos im Bodcn^ sondern häufig auch nocb inder Kapsel eingeschlossen keimen. Es bleibt daher, um diese schäd-lichen Gewächse zu vermindern und das übrige Feld davor zu be-wahren, nichts Anderes übrig, als die von ihnen umschlungenenLeinpflanzcn auszuraufen oder die davon überzogenen Strecken derKlee- und Wickenfclder abzumähen, bevor die Samen zur Reisegelangen. Da die Flachs sei den meist auf sehr verschiedenenPflanzen leben können, so bleibt es schwierig, sie durch Wechsel-wirthschaft zu verbannen, wenn man ihnen einmal Z^it gelassenhat, ihre Samen zu reifen. Es soll dann das Sieben durch einftines Sieb von Nutzen seyn, um den Klee -, Wicken- und Lein-samen von den kleinern Samen der Flachsseiden zu trennen.

Gegen die kryptogamischen Schmarotzer sind die Mittel zurVerhütung oder wcitern Verbreitung zum Theil früher schon an-gedeutet worden, zum Theil ergeben sie sich aus der Vermeidungund Entfernung der Ursachen, welche der Erzeugung dieser Krank-heitspvodukte zu Grunde liegen. Viele derselben, die mehr »on