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Erster Band.
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indem er nichts als Staub athmet, kann nur mit Mühe Schutz findenvor der drückenden Hitze, von der sein Körper gesengt und überwältigtwird. Der Ocean ist die große Fahrstraße des Handels und das Ver-bindnngsmittel zwischen den entferntesten Gegenden der Erde, die ohnedasselbe unerreichbar sein würden. Er besteht aus einem zusammenhan-genden Fluidum, das rund um das Festland ausgebreitet ist und wahr-scheinlich von Pol zu Pole reicht. Alle Busen, Baien und Binnenmeerebilden nur abgesonderte, nicht getrennte Glieder der allgemeinen tropfbar-flüssigen Hülle; und nur zu einer bequemern Bestimmung der wechsel-seitigen Lage der Landmasseu, so wie zur Orientirung auf der großenWasserfläche, war es zweckmäßig, sie in gewisse Hauptabtheilungen zuzerlegen, deren wir fünf annehmen, indem zwei derselben vorzugsweiseOceane, die drei andern hingegen Meere genannt werden. Diese Haupt-abtheilungen sind das nördliche Eismeer, das südliche Eismeer, der At-lantische Ocean, der Stille oder Große Ocean und das Indische Meer"').Schon aus den Gesetzen des Gleichgewichts geht hervor, daß das Wasser,welches durch Verschicbbarkeit in seinen kleinsten Theilen im Stande ist,den Einflüssen der Schwere Folge zu leisten, den tiefsten Theil der Erd-oberfläche einnehmen muß; es füllt, wo es mit dem Festlande in Berüh-rung tritt, die Vertiefungen desselben aus, und oft weiter auf dasselbeeindringend, scheiden wir dadurch das offene Meer von den abgesondertenTheilen des Oceans. Ausgezeichnet in dieser Beziehung ist der Erdtheil,welchen wir bewohnen; er ist der zerrissenste und vielarmigste von allen;er vereinigt, wie Ritter sich sehr treffend ausdrückt, auf dem verhältniß-mäßig kleinsten Raume die verhältnißmäßig größte Zahl vön Verschieden-heiten in der Ausbildung der Formen des flüssigen und festen Theils derOberfläche; und er ist eben deshalb, weil hier der passendste Boden zueiner regen Entwickelung des geistigen Lebens war, das belebende Prin-cip der einförmigen, großartigen Gestalten der übrigen Erdtheile geworden.

Die Ränder des Festlandes, welche das allgemeine Gewässer auf derOberfläche berühren, werden seine Küsten genannt. Sie sind, je nachdemdie eine oder die andere Form des Festlandes unmittelbar an ihnen en-digt, sehr verschiedener Natur und geben dem Karakter der Gestalt einesMeerbeckens ein verschiedenes Gepräge. Wenn hohe Gebirgsmassen amWasser enden, so entstehen die hohen oder Steil-Küsten; laufen aber

O Man vergleiche meine „ersten Elemente der Erdbeschreibung, Berlin isao,"S. ü-t, auf die ich mich hinsichts der Topographie des Oceans (S. S 3 — 102)lediglich beziehen mnß.