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Erster Band.
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erreichte); und es erhielt sich rein in dieser Farbe, selbst wenn der Him-mel zu vier Fünftheilen bewölkt erscheint.

In dieser Grundfarbe treten oft Änderungen ein, welche nicht seltenvon den Änderungen in der Atmosphäre ganz unabhängig sind; häufigsieht man es grün, theils Heller, theils dunkler werden, und oft insGraugrüne bis ins Schiefergrüne übergehen. Wenn die Sonne in schrä-ger Richtung (gegen Abend) darauf scheint, so sieht man häufig auf derLichtseite einen herrlich smaragdgrünen Schein, und auf der Schattenseitestellt sich die Complementarfarbe in herrlichem Purpurroth ein. Halleysah bei seinen Versuchen mit der Taucherglocke die Oberfläche seiner Hände,wenn er sie wagerecht hielt, schon rosenroth vom durchfallenden Lichte,die untere Fläche aber vom reflektirten Lichte schon grün gefärbt. Grünpflegt auch bei Stürmen das Meer zu erscheinen, und der weiße Schaumauf den Rändern der Wellen bildet dagegen einen ungemein schönen Kon-trast. Göthe's Farbentheilung erklärt diese Färbung als erzeügt durchden Blick in eine dunkele Tiefe, vor welcher sich ein durchscheinendes trü-bes Mittel befindet. A. von Humboldt hält es für gar nicht wahrschein-lich, daß die grüne Farbe des Meeres von einer Mischung der gelbenLichtstrahlen des Grundes mit den blauen Strahlen, welche das Wasserreflektirt, herrühre; denn, sagt er, das Meer ist oft auf hohem Oceangrün an Stellen, wo es mehr als 80» Faden Tiefe hat.

Wesentliche Veränderung leidet diese Färbung durch die Nähe unddie Farbe des Grundes; und die Wasser der Untiefen und Flachküstenunterscheiden sich, wie bereits im vorigen Kapitel erwähnt wurde, schonfernher auffallend von den Wassern des Oceans. Sie sind trübe von denin ihnen suspendirten Theilchen des Bodens, und die Farbe derselben mischtsich mit der Grundfarbe des Wassers. Milchfarbe karakterisirt im Allge-meinen die Gegenden, wo das Senkblei bald den Grund erreicht, aber esfindet hierin auch ein Unterschied Statt, denn feiner weißer Saudgrundgiebt, nach Scoresby, dem Meere an sehr seichten Stellen eine grünlichgraue oder apfelgrüne Färbung, die um so dunkler wird, je mehr dieTiefe zunimmt oder das Licht abnimmt; gelber Sand macht sie dunkel-grün, Klippen verursachen einen braünlichen oder schwärzlichen Ton undEchlammgrund eine grauliche Tinte. Auffallend hell sind die Wasser derKalkküsten, wie bei Vera Cruz rc. Manche dieser Erscheinungen habendem Meere einzelner Gegenden seinen Namen gegeben: so dem RothenMeere von dem Vorkommen zahlloser Korallenbänke an seinen Küsten,unter welchen die rothgefärbten häufig auftreten und Einfluß auf dieFarbe des Meeres haben; so heißt auch muthmaßlich von ähnlichen Ur-

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