Band 
Erster Band.
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dem mit fremden Theilchen reich beladenen Wasser der Flusse gefundenwird; das Licht dringt ins Meer, wie die Aussagen der Taucher bewei-sen, 50 bis 6a Fuß und noch tiefer unter seiner Oberfläche ein. Je wei-ter wir uns von den Gestaden entfernen, desto großer wird die Durch-sichtigkeit, sie ist überdem größer in den kalten Klimaten als in denheißen, was vermuthlich von den organisch»« Substanzen herrührt, die inden höher« Breiten in geringerer Menge verbreitet stno. Doch findensich auch Ausnahmen: manches Gewässer der Tropenzvne zeichnet sich durchaußerordentliche Klarheit aus; vor allen wird diese Eigenschaft vvm Ca-ribischen Meere gerühmt; die Boote scheinen hier auf Krystall zu schwim-men, und man sieht mit größter Deütlichkeit die reiche Vegetation derZoophyten und Meerespflanzen, nach Horsburgh's Bemerkung 2a bis SSFuß tief; man glaubt six mit den Händen pflücken zu können, wenn dieeingetauchte Ruderftange sie nicht erreichen kann; ja Schöpf spricht von6a Fuß, und Admiral Milan erblickte den Grund in der Caribischen Seesogar bei einer Tiefe von 150 Fuß. Auch schon in der Nordsee ist fernvon den Küsten die Durchsichtigkeit des Meerwassers bedeütend; man siehtden Theil der Schiffe, welcher unter dem Meeresspiegel liegt, in scharfenUmrissen. Im Eismeer, außerhalb der oben erwähnten Medusen-Fone,ist die Durchsichtigkeit des Wassers außerordentlich groß. Kapt. Wood,bei seinem Versuch, die nordöstliche Durchfahrt zu entdecken, 1676, lothetein der Nähe von Nowaja Semlja eine Tiefe von 80 Faden oder 48a Fuß,wo nicht allein der Boden zu sehen war, sondern auch die auf dem Grundeliegenden Muscheln ganz deutlich erkannt werden konnten. Über die Tiefe, inwelche die Sonnenstrahlen zu dringen vermögen, sind die Meinungen sehrverschieden; in der That hat man, wie Murray sehr richtig bemerkt, allenGrund zu glauben, daß diese Tiefe von der Durchsichtigkeit abhänge undeben so verschieden als diese selbst sei. Einige setzen die Gränze in zwei-hundert Ellen, während Andere diese Größe verdoppeln. Das Licht dringtaber gewiß noch ein Mal so tief ein als das Auge eines Beobachters ander Oberfläche.

Noch eine Erscheinung, welche sich unmittelbar an die optischen Ei-genschaften des Meerwassers anschließt, ist das Leüchten desselben. Manhat es in allen Meeren gesehen, in den eingeschlossenen wie den offenen,und selbst in allen Breiten, doch wie es scheint am schönsten und häufig-sten in denen der Äquatorialzone. Es zeigt sich unter den mannigfal-tigsten Gestalten. Oft sieht man im dunkeln Meeresspiegel die Furche,welche das Schiff zieht (Kielwasser genannt), mit glänzendem Feuerschein,eben so die Ränder der Wellen, welche an das Schiff schlagen; oft da-