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ständige Entwickelung dieses schwierigen Gegenstandes ausgegangen ist;nach ihm haben sich Eüler, Bernoulli und andere ausgezeichnete Mathe-matiker mit der Vervollkommnung seiner Deduktionen beschäftigt, undzuletzt hat ihm Laplace durch eine weit umfassende Behandlung und Ver-gleichung eines reichen Schatzes von Erfahrungen und Versuchen, die wirgrößtentheils den Bemühungen der Pariser Akademie verdanken, einenhohen Grad der Vollendung gegeben. Die Hauptgrundzüge dieser Ansicht,so weit sie sich ohne strenge mathematische Behandlung darlegen lassen,sind folgende:
Alle Körper des Sonnensystems erhalten sich in ihrer gegenseitigenStellung und Bewegung durch die Kraft der Gravitation, vermöge derensie das Bestreben besitzen, alle Körper der Außenwelt dem Mittelpunkteihrer kugelförmigen Massen zu nähern. Diese Kraft der Anziehung aüßertihre Wirkungen in ungemessenen Entfernungen, nur nimmt ihre Stärkemit der Größe dieser Entfernungen, und zwar nach dem Verhältniß ihrerQuadrate, ab. — Von diesem Grundsatz ausgehend, betrachten wir in dernebenstehenden Figur alsK als einen Durchschnitt derErdkugel, die überall gleichförmig von einer Wasserhüllebäik umgeben ist. öl sei der Mond, welcher etwa indieser Durchschnitts-Ebene seinen Umlauf macht. Inseiner gegenwärtigen Stellung seine Anziehung auf dieErde ausübend, wird er auf den nächsten Punkt k amstärksten, weniger stark auf 1 und b, und am schwächstenauf den Punkt 4 einwirken, der von seinem Centrumam entferntesten ist. Indem die Wasserfläche bei K derAnziehung des Mondes Folge zu leisten strebt, wird siegegen öl hin fortrücken, oder sich von 6, dem Mittel-punkte der Erde, entfernen, mithin steigen. Da aberdas Centrum 6 und die Punkte i und b, alle drei nahein gleicher Größe, von dem Monde mehr angezogen wer-den, als der entfernteste Punkt 4, so werden sich auchjene drei Punkte 16b dem Monde mehr nähern, alsder Punkt 4, oder mit andern Worten, die Wasserflächebei 4 wird hinter dem Centrum 0 der Erde zurückweichen, und mithinebenfalls steigen. Dasselbe werden alle übrigen Punkte in den Bögenkk und Li thun, doch jeder nach Maaßgabe seiner Entfernung vonDas Umgekehrte dagegen wird in den Bögen 4K und 4i Statt finden;ihre einzelnen Punkte werden immer mehr und mehr in ihrer Bewegungnach öl hin zurückbleiben, je näher sie dem von öl entferntesten Punkte 4