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es mag daher genügen, hier nur das Wichtigste angedeutet zu haben,das in diesen Umrissen der physikalischen Erdbeschreibung nicht umgangenwerden konnte, wenn es gleich neuerlich erst von einem Meister in denastronomischen Wissenschaften in seiner gewohnten klare,n Weise dargestelltworden ist
Bei Begründung dieser Ansicht ist, wie wir oben gesehen haben,vorausgesetzt worden, daß die Erde eine überall gleichförmig vom Wasserumgebene Kugel sei; es wird daher das abgeleitete Gesetz auch nur daunbedingt Anwendung finden, wo die Nahe des Festlandes, die Gestaltder Küsten, Vertheilnng der Inseln u. f. w. der freien Ausbildung keinHinderniß in den Weg legen; dieser Fall kann daher nur auf offenemMeere, an den einzelnen zerstreüten Inseln im Großen Ocean Statt finden.Für diese Gegenden hat Laplace die Totalfluth oder die Einheit der Fluth-höhen, d. i. die halbe Summe zweier nächsten Hochwasser über dem Ni-veau der zwischen ihnen liegenden tiefsten Ebbe, zu etwa 3 Fuß angege-ben, und so ist sie denn auch zuerst von Cook und nach ihm von allenSeefahrern gefunden worden; auf Tahiti besteht die Totalfluth in einemkaum wahrnehmbaren Spiel des Unterschiedes der Meereswellen von 12bis 14 Zoll Hohe zur Zeit der Quadraturen; eben so gering (12 bis 13Zoll) fand sie A. von Humboldt zu Cumana.
Der eben berührte Einfluß des Festlandes veranlaßt eine Mengeeigenthümlicher Erscheinungen, deren wesentlichste, welche zum Theil einenhohen Grad von Aufmerksamkeit verdienen, wir kurz anführen wollen.
Meere, welche fast ganz von Küsten umgeben, mit dem Ocean nurdurch eine schmale Öffnung kommuniziren, zeigen gar keine Ebbe undFluth. Die Ursache davon liegt in dem geringen Umfang; die aüßerstenEnden des Wassers liegen zu nahe an einander, als daß die verschiedeneAnziehung des Mondes sich auf den verschiedenen Stellen der Wassermassedeutlich anssprechen könnte; die.ganze Wassermasse wird an allen Stellengleichzeitig gleich stark angezogen, und kann daher nicht an der einenSeite sinken, während sie an der andern steigt; diese Eigenthümlichkeitmuß dadurch um so auffallender werden, je schmaler solche Meere in derRichtung der Parallelkreise sind. Ein Hauptbei'spiel davon liefert dieOstsee, in welcher man keine Spur von Ebbe und Fluth wahrnimmt;eben so das Weiße Meer und das Schwarze Meer. Das Mittelländische
O Die Wunder des Himmels, oder gemeinfaßliche Darstellung des Welt-systems. Bon I. I. Littrow. Stuttgart, Hoffmann'sche VerlagZ-Buchhandlung.mrs. III. Bd., S. — 162 .
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