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Erster Band.
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lich gleichbedeutend ist, die Temperatur der Atmosphäre oder die Wasser-fläche zu messen; ja es wird die Beobachtung der letztem vortheilhaftersein, weil diese Messung unabhängig ist von den Einflüssen, welche dieAblesungen des in der Luft aufgehängten Thermometers unsicher machen.

Wie die Temperatur der Atmosphäre, so ist auch die der Meeresober-fläche von den Jahreszeiten und von dem Wärmewechsel der Tageszeitabhängig. John Davy ist vielleicht zu weit gegangen, wenn er behauptet,die Meerestemperatur sei vollkommen so veränderlich als die täglicheLufttemperatur. In Beziehung auf den jährlichen Wechsel glaubte A.von Humboldt zu finden, daß der Ocean sein Mapimum noch später er-reiche, als die Atmosphäre, während diese, wie wir in den meteorolo-gischen Umrissen gesehen haben, schon bedeutend gegen den Gang derWärme-Erhöhung, welchen der Stand der Sonne erzeugt, zurückbleibnBei Untersuchung über den täglichen Gang der Wärme auf dem Meerefand John Davy das Ma.rimnm derselben nahe genau um 3/- Nachmit-tags eintreten; nach Meyen gilt es im Allgemeinen für die Tropengegend,daß das Wasser der See um -U- den höchsten Wärmegrad erreicht, undum diese Zeit in seiner Wärme schon höher steht als die Temperatur derLuft, die schon gleich nach 2 ^ anfängt sich abzukühlen. Perou fand, daßin dem Verhältnisse der Temperatur-Erhöhung der Meeresoberfläche gegendie Atmosphäre ein sehr konstantes Gesetz Statt finde; es war die Tem-peratur des Meeres um Mittag stets etwas niedriger als die der Luft,um Mitternacht dagegen stets etwas höher; Morgensund Abends standenbeide nahe gleich. Die Luft wird schneller von der Sonne erwärmt alsdas Wasser, weil sie ein besserer Wärmeleiter ist, zugleich ist bei Tagedie Verdunstung der Wasserfläche stärker, indeß muß sie auch Nachtsmehr Wärme verlieren, welche sie an die höheren, kälteren Luftschichtendurch Strahlung und Mittheilung abgiebt, ohne von unten her Ersatz zubekommen; die wärmere leichte Luft muß des Nachts emporsteigen, diekalte niedersinken. Das Wasser dagegen, welches bei Tage bis auf einegewisse Tiefe von den Sonnenstrahlen erwärmt ward, muß, wenn beiNacht seine Oberfläche sich abkühlt, seine kältern schweren Schichten nie-dersinken lassen, während die nächst unterliegenden wärmeren aufsteigen,und dadurch der Oberfläche eine höhere Temperatur bewahren.

Das Eintreten von Stürmen muß Änderungen in den regelmäßigenGang der Wärme bringen, welche von allen Beobachtern bemerkt mordensind; indeß haben über die Art dieser Änderungen bisher viele Zweifelgeherrscht, welche eigentlich erst durch Peron's Beobachtungen beseitigt