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ders die südliche, zeigt sich längs der ganzen Westküste von Vorderindienim Monat Mai, und zwar mit einer Geschwindigkeit von 6 bis 7"- täglich,die aber in den südlichen Gegenden zwischen Andjenga und Kap Comorinstärker zu sein pflegt. Doch ereignet es sich auch, daß in dem genanntenMonat, so wie im Juni eine fast unwahrnehmbare, oder gar keine Strö-mung Statt findet. Wenn in diesen Monaten der Wind nach S. sichwendet, so verursacht er eine nördliche Strömung, die besonders in derGegend von Bombay wahrgenommen wird; im offenen Meere aber laüftder Strom in den Monaten Mai und Juni gewöhnlich nach Osten.
Im Juli, wann die Flüsse der Halbinsel vom Regen angeschwollensind und große Strvmbahnen erzeügen, setzt der Meeresstrom längs derKüste stärker nach Süden; am Eingänge des Hafens von Bombay wirdaber selten ein südlicher Strom bemerkt, indem die Flußwasser direktnach Westen fließen und Fluth und Ebbe gegenseitig wirken; aber etwassüdlich von Bombay fließt der südliche Strom nach Süden mit einer Ge-schwindigkeit von 10 bis I5-» täglich, die bis auf 18 und 20"- wächst, jeweiter man nach Süden gelangt. Am stärksten ist dieser südliche Stromin den Monaten August und September zwischen Eotschin und Kap Co-morin, wo er oft 20 bis 30"° in 24 ^ zurücklegt. Sind die Fluthen derLandwasser sehr stark, so wird der Meeresstrom gemeiniglich etwas vonder Küste abgelenkt; obwol auch Fälle vorkommen können, daß er gegendie Küste fließt, wie z. B.: zwischen Calicut und Andjenga, wo man ihnschon in der Richtung nach S.O. und O.S.O. mit einer Stärke von Ibis 1"°,z in der Stunde beobachtet hat. Dagegen kann es sich auch, wenngleich selten, ereignen, daß bei südlichen Winden der Strom nach N.fließt. Außerhalb der Laccadiven, im hohen Meer, laüft die Strömungin den Monaten Juli und August nach Osten und im September undOktober nach Süden.
So wechseln die Strömungen im Nordindischen Meere mit den Mon-sunen; so fließt ein Drift-Strom während der Monate Mai bis Sep-tember in den Persischen Golf, im übrigen Theil des Jahres dagegenaus ihm heraus; eben so hangt die Strömung im Rothen Meer von derDauer der periodischen Winde ab, wie wir bereits in einem frühernKapitel dieser Umrisse zu erwähnen Gelegenheit gehabt haben. Von derÄquatorial-Linie längs der Ostküfte von Afrika nach dem Kap Guardafniund von da längs des Arabischen Gestades bis Ras el Had und der Per-sischen Küste beginnt eine nordöstliche Strömung mit dem Eintritt desS.W.-Monsuns im März oder April und dauert bis zum September oder