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ist, und umgekehrt. Die Strömungen nehmen bekanntlich mit diesenWinden die nämliche Richtung.
Da e6 nun fast unmöglich ist, beide glücklich zu überwinden, so siehtmau sich gezwungen, außerhalb des Chinesischen Meeres Winde undStrömungen zu suchen, mit deren Hülfe man den Theil des ChinesischenMeeres erreicht, von welchem es möglich wird, einen direkten Knrs nachdem bestimmten Hafen zu nehmen. Es haben freilich englische Schiffewährend eines konträren Monsuns eine Passage durch das ChinesischeMeer gemacht; solche Fälle sind jedoch selten und können nicht immergelingen. Der erste Seefahrer, der diesen Versuch machte und glücklichausführte, war der Kapt. Williams. Im Jahre 1811 gelang es sogareiner großen Flotte, während des S.W.Monsuns eine sehr glückliche Fahrtvon Malacca nach Djava zu machen, wodurch wenigstens sechs Wochenan Zeit gewonnen ward. Die Wichtigkeit des Unternehmens, die Er-oberung von Batavia, schien die Nothwendigkeit eines Wagestücks zurechtfertigen, das sogar der in Indien kommandirende Admiral Druryfür unmöglich auszuführen hielt. Nachdem die Flotte durch die StraßeSincapore das Chinesische Meer gewonnen hatte, nahm sie ihren Kursquer durch dieses Meer nach der Westküste von Borne» zu, wo sie inder Nähe des Rindes veränderliche Winde fand, mit deren Hülfe sie dasKap Sambar, die Südwestspitze von Borneo, erreichten. Von hier aussteüerte der Admiral Stopford, so nahe am Winde als nur möglich, aufdie Küste von Djava zu, die man. in der Nähe des Kaps Jndramayo,2" O. von Batavia, erblickte; den 4. August ankerte die Flotte auf derRhede dieser Stadt. Ein Zeitgewinn von sechs Wochen ist schon in mili-tärischer Hinsicht wichtig; noch wichtiger wird aber diese kürzere Fahrt,wenn man bedenkt, wie viele Menschen, eingeschlossen wie die Soldatenauf den Transportschiffen sein mußten, in dieser Zeit ein Opfer des heißenKlima und des geringen Raumes hätten werden müssen. Es war derKapital« Greig, welcher diese neue Route zuerst versucht und sie demGeneral-Gouverneur von Indien, Lord Minto, vorgeschlagen hatte.
Über den Kurs eines Schiffs, das während eines S.W. Monsunsdurch das Chinesische Meer nach Canton geht, ist nichts zu bemerken.Er liegt durch die Mitte des Chinesischen Meeres, östlich von den Para-cels, und die Fahrt dauert von der Sundastraße ungefähr 14 Tage. Esgiebt aber noch eine andere Route, die erst seit neüern Zeiten befahrenwird, nämlich innerhalb der Paracels, längs der Küste von Cochin-China. Die Furcht vor den westlichen Gränzen der Paracels hielt diemeisten Schiffe von dieser Passage ab; nur einzelne Schiffe wagten sie.