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Erster Band.
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Im Jahre 1799 wurde sie unter Leitung des Kapt. M'Jntosh zum erstenMale von einer großen Flotte befahren. Jetzt wählt man gern diesePassage, wenn auch nicht andere Ursachen sie nothwendig machen, sowolauf einer Fahrt nach China im S.W.Monsun, als auch wenn man vonChina während des N.O. Monsuns segelt. Betritt ein Schiff später alsden ersten April das Chinesische Meer, so thut es wohl, diese Passage zuwählen, weil die Winde an der Küste von Tschampa und Cochin-Chinaalsdann schon veränderlich werden, und die während des R.O.Monsuushier sehr heftigen S.W. und S.S.W.Strömungen ganz nachlassen. Eheman die Küste von China erreicht, ist vielleicht der S.W.Monsun schoneingetreten, und der Nest der Reise wird alsdann sehr leicht. Eine solcheReise machte Kapt. Horsburgh im Jahre 1894. Er verließ Pul» Avrden 29. März, und den 25. April sah er die Küste von China bei Macao.

Schiffe, welche später als September in das Chinesische Meer kom-men, finden es des schon zu Ende gehenden S.W.Monsuns und starkersüdlicher Strömungen wegen, in der Nähe von Pulo Sapata, sehr schwer,ihre Fahrt direkt nach Canton zu machen. Die Erfahrung lehrt, daßsie dieselbe alsdann auch ziemlich geschwind längs der Küste von Paraguaund Luzon machen, wo sie im Oktober-Monate veränderliche, oft auchS.O.Winde antreffen. Kapt. M'Jntosh vollendete diese Fahrt in derüberaus kurzen Zeit von 14 Tagen in Pulo Aor bis Macao. Man kanndiese Route mit Sicherheit den ganzen Oktober beinahe bis zum halbenNovember, auch noch später, nehmen. (Ich habe diese drei Wege durchdas Chinesische Meer auf den Karten von demselben, in meinem Atlasvon Asia, angegeben.)

Betritt ein Schiff das Chinesische Meer am Anfange des Dezember«Monats, so muß es, weil der N.O.Monsun sich dann schon festgesetztbat, durch die Straße Macassar gehen, von wo aus man zwischen denInseln Sanguey einen Ausweg in den Großen Ocean findet. In diesemschifft man bis zum 135° der Länge O. von Grw., d. i. bis zu denPelew-Jnseln und gewinnt alsdann das Chinesische Meer durch die StraßeFormosa. Aber auch die Passage durch die Straße Macassar ist nur biszu Ende des Dezembers, spätestens bis zum Ansauge des Januars mög-lich. Später treten Nordwinde ein; diese, nebst starken Strömungennach Süden, erschweren diese Route sehr, wenn sie sie nicht unmöglichmachen. Man muß alsdann seine Zuflucht zu einer noch östlicherenRoute nehmen, d. h. durch die sehr gefährlichen Molukken, durch dieStraße Salayer, dann durch Pitts oder Dampierö Straße, und gewinntden Ocean bei Neü-Guinea.

Bergbaus, Bd. l. 49