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(II. Classe. Adcrer.)
Wurzel, Stengel und Laub, noch Blüthe, »nd man nenntdaher ihren Leib am besten Stock (krons). Wie die
Pilze nur Samen tragen auf einem Zellenstock-, so diese
Pflanzen auf einem Aderstock. Da aber der GröpS dem ^
Stengel entspricht, und dieser den Adern, so kommt auch ,
hier, besser als bey den Milzen, ein dem Bau des Baums '
stammes ziemlich entsprechender Stengel, und eine gröpssartige Umhüllung der Samen zu Stande, nehmlich capssclartige Samenblascn, z. B. bey den Tangen und Moos ,
sen; bey den letztem selbst schon Andeutungen zu Ges ^
schlechtstheilen. Bey den hohem Tangen kann man 4 >
Stengellagen unterscheiden, welche der Oberhaut, derMnde, dem Holz nnd dem MarF entsprechen. >
Die Größe dieser Pflanzen ist sehr verschieden, von mis jcrvscop. Kleinheit biS zur Lange von 100 Fuß und mehr; !
doch bleiben sie.immer dünn und schwankend, werden sels !
ren fingersdick, und über handbreit. Ungeachtet ihrer 'Größe bleiben die Fruchttheile immer microscopisch; undselbst da, wo die Capseln die Größe einer Erbse erreichen,sind die Samen doch nicht mit freyem Auge zu erkennen.
Die Substanz ist sehr verschieden, meist schleim s undhornartig, dann Haut-leders und laubartig, nie wirklichHolzartig. Die Rippen, welche sich nicht selten in blattaritigen Ausbreitungen deS Stockes finden, bestehen nicht ausBündeln von Spiralgefaßen, wie bey den höheren Pflans« zcn; sondern nur aus zusammengehäuften Schlauchen oder ,Röhren, die man hier Fasern nennt. !
Wie bey den Pilzen, so sind auch hier die unterstennur lose Samen, z. V. die Bacillaricn; dann treten dieSamen in daS Innere eines Fadens, wie in den Confersven; oder sie liegen zerstreut auf der ganzen Oberfläche,wie in den Ulben; oder endlich sie werden in Capselngesammelt, die theils nur Erweiterungen deS Stockes sind,