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2/1 (1825) Mark- und Stamm-Pflanzen
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wie bey vielen Tangen, theils aber frey stehe», wie bei-den Ce rannen und Moosen.

Obschon sie sehr häufig erscheinen, so ist ihr Werthoder Umverth für das Leben doch sehr beschrankt. Da siehäufig aus Schleim bestehen, so sind sie meistens mild,und es gibt keine giftigen darunter. Acußcrst wenigesind eßbar, wie einige Lange und Flechten; doch dienenjene häufig den Fischen zur Nahrung, so wie die kleinernWasserfädcn den Muschelinsecten. Manche braucht manzum Verpacken und Ausstopfen, wie Tange und Moose.Einige Flechten liefern Farbestoff. Schädlich werden sienur durch ihre Menge, die Moose als Ucberzüge der Wie-sen und Bäume, die Wasserfädcn durch übelriechende Aus-dünstungchey derFäulniß; dagegen bilden beyde die Grund-lage des Torfs, und alle können überhaupt als Dünger be-nutzt werden. Endlich liefern die Tange Sode und Jode.

Dachas Entheilungs-Princip einer Pflanzen-Abthei-lung immer von ihrem eigenen Boden genommen werdenmuß,, und daher nicht von einem einzelnen Organ z. B.der Blüthe; so kann auch diese hier die Unterschiede nichtallein angeben. Sie müssen vielmehr von den Theilen desStocks genommen werden.

Sie zerfallen zunächst in 2 große Haufen, in Was-serpflanzen und Luftpflanzen, jenes die Waf-fe rfäden und Tange, dieses die Flechten undMoose. Die Substanz der ersteren beruht auf Schleim,der bey weiterer Verdichtung haut- oder hornartig wird.Ihr Gefüge enthält noch kein regelmäßiges Zellgewebe, son-dern ist entweder ganz dicht, oder besteht aus Schlauchenund Fasern; der Bau dieser bey den Flechten nur aus un-regelmäßigen, locker verbundenen Zellen, bey den Moosenaber aus ächtem Zellgewebe, das jedoch allgemein dieSchlauchsvrm behalten hat, so das jeder Movsstengel