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Das Evangelium eines armen Sünders / von Wilhelm Weitling
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euch trage»/ eS nicht sammeln/ cS denen geben, dienichts haben u. s. w. DaS aber ist augenscheinlich nurfür die Apostclzeit »nd während der UebergangSperiodeanwendbar. Wenn ich das Geld nicht bei mir tragenund nicht sammeln soll, und wenn ich viel habe/ es an-dcrn, die mir abborgen wollen, geben muß, dann ist esbesser, man schafft eS ganz ab, wenn cS in einer voilkomm.neren Gesellschaft überflüssig wird; ohne dieses ist über,Haupt keine wahre Gemeinschaft, keine Harmonie undFreiheit für Alle in der Gesellschaft Lenkbar. In nach-folgenden Stellen spricht sich IcsuS deutlich über diesenPunkt aus:

Math. 10. V. 9. Ihr soll nicht Gold, noch Silber, noch Erzin euer« Gürteln haben.

Math. 6. V. 19. Ihr sollt euch nicht Schatze sammeln auf Er-den, da sie der Rost und die Motten fressen, und da dieDiebe nachgraben und stehlen.

V. 21. Niemand kann zweien Herren dienen. Ihr könntnicht Gott dienen und dem Mammon.

So kannte IesuS auch die innern Triebe der mensch,lichen Seele und wußte recht gut, daß Geld und Eigen-thum zu Verbrechen und zu Gräucln führte: dieß be-tveiSter in:

V. 21 . Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.

Wenn die Menschen ihre Schätze zu Privateigen,thum machen, so muß einer gegen den andern im Auf.suchen dieser Schätze feindlich verfahren, indem ihre In."reffen einander entgegen laufen, dadurch scheuert dieFreundschaft und die Liebe verwundet sich; machen dieMenschen dagegen gemeinschaftliches Interesse, so lebt

Ärmcn-Eva»gelium.

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