3o Forstgeschichte.
§. 25.
Endlich legten dieMärkergedinge im t6. Saeculoden Grund zu den noch gewöhnlichen Jagd ° undForst-Ordnungen, deren von jetzt an Viele in meh-reren Ländern erschienen. Unter Allen zeichneten sichdiejenigen aus, welche Churfürst August von Sach-sen erlies, und welche Muster für die meisten Andernwurden. Er befahl: daß die Wälder ordentlich inGehaue getheilt und die Raumden wieder behölzertwerden sollten. Er befahl daö Verkaufen des Hol-zes in den Schlägen selbst, die Ueberhalkung vonSaamenbänmcn, und eine sechsjährige Schonungder Schläge. Ferner gab er den Befehl, mehr mitSteinen zu bauen, Weiden, 'Pappeln und wildeObstbaume anzupflanzen, Birken, Fichten und Tan-nen zu säen. Schon damals befürchtete man in meh-reren Landern Holzmangel, da die vielen Kriege dieteutschen Wälder außerordentlich verwüsteten. Selbstder Reichstag fieng an: die Holzsparkunst und dieBemühungen ihrer Erfinder zu begünstigen. Loh»ballen wurden schon dainals zum Einheitzen ge-braucht *).
*) Albinus meisnische Berg - Chronik. S. i8y.
Der Reichstag ertheilte 15,7 dem Friedrich Fröhnerzu Strasburg, Ulrich Rundmann und KonradZwickmanns Kindern und Erben, auf Ansu-chen derselben beim Kaiser und Reich ein Pri-vilegium wegen ihrer erfundenen Holzsparkunst.