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8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
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§. 18.

^ Betrachtungen.

So lange man gewiß wußte daß die Franzosen einKorpö in der Gegend von Lille und ein anderes bei Metzhatten/ so lange war ein Überfall mit gesammelter Machtnicht zu befürchten. Aber in den ersten Tagen des Junisverließen die französischen Korpö Lille und Metz, und wennman auch nicht genau wußte was geschah/ so hatte mandoch bei den Verbündeten gegen die Mitte des Monatshin die bestimmte Nachricht daß das 4te Korpö von derMosel an die Maaö gerückt war. Von diesem Augenblickan konnte man nicht mehr mit Sicherheit auf eine zweiteBenachrichtigung vor dem Auöbruch der Feindseligkeitenrechnen und nun war eö also die höchste Zeit sich starkerzu sammeln/ sich so zu sammeln daß alle Korpö dasSchlachtfeld wenigstens innerhalb 24 Stunden erreichenkonnten. Welche Veränderungen in der Stellung dazu ge-hört hätten/ ist nicht nöthig anzugeben; aber ein wichti-ger Vortheil wäre es gewesen wenn der Herzog von Wel-lington sein Hauptquartier seinen Korps und dem Feldmar-schall Blücher näher gelegt hätte/ etwa nach Nivelles; da-durch allein würden wenigstens 12 Stunden Zeit gewon-nen worden sein und mancherlei Zufälle vermieden. Abereö geschah weder das Eine noch das Andere. Nur daspreußische 4tc Korps hatte Befehl erhalten sich bei Hanutin enge Quartiere zu sammeln/ welcher Befehl aber auchschon zu spät kam wie wir sehen werden.

Theils hoffte man noch weitere Nachrichten zu bekom-men vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten/ theils glaubtehauptsächlich Wellington sich in Versammlung seiner Streit-kräfte durchaus nach der feindlichen Hauptmacht richten zu