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8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
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lington geführt, doch schon öfter in dem Falle gewesenfranzösische Marschälle auf das Haupt zu schlagen.

2. Um Mittag ist die Hauptmasse des MarschallsNey noch bei Goffelies; von da bis L^uatrebraö sind 3Stunden, diese muß er erst zurücklegen, denn daß er umMittag für seine Person mit der Avantgarde bei Frasneist kann ja nichts helfen; dann muß er eine Schlacht ein-leiten und beenden und nun mit 10,000 Mann 3 Stun-den nach St. Amand zurück marschiren um eine andereSchlacht mit beenden zu helfen die ungefähr zu gleicher Zeitgeschlagen wird. Wenn das Alles auch nicht rein unmög-lich war so war es doch in keinem Falle praktisch.

3. Warum sollten denn 10,000 Mann im Rückender 80,000 Mann starken preußischen Armee in einem of-fenen Lande wo man überall um sich sehen kann ihr noth-wendig den völligen Untergang bereiten? Sie konnten durchihr bloßes Erscheinen eine zweifelhafte Schlacht entscheidenund Blücher zu einem frühern Rückzüge zwingen, aber vonda bis zum Untergänge d. h. bis zu einer völligen Zertrüm-merung, etwa wie die von Jena war, ist noch ein weiterAbstand.

Wir glauben also daß diese Bonapartische Erzählungin der St. Helenischen Einsamkeit eine Art von Bombastist und daß in dem Augenblicke des Handelns der ganzeJdeengang Bonapartes einfacher und naturgemäßer war.

Er sah den größten Theil der Blücherschen Armeevor sich, schätzte sie geringer als sie wirklich war (denn erglaubte das 3te Armeekorps sei erst im Laufe der Schlachtangekommen) und hoffte in jedem Falle Blücher eiligst zuschlagen, wahrend Ney mit einigen 40,000 Mann imStande sein würde die von Wellington herbei eilende Hülfeaufzuhalten und im Fall ihm Kräfte übrig blieben diese ge-