Buch 
8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
Entstehung
Seite
86
JPEG-Download
 

86

Paar feindliche Regimenter sich auf die beiden Schwadro-nen warfen und von der reitenden Batterie, die, anstattschnell umzukehren noch abprotzen wollte, 6 Geschütze nah-men; die 3 übrigen hatten Zeit sich zu retten.

Fasten wir das Bild der ganzen Schlacht zusammen,so ist es wie alle neuere Schlachten ein langsames Ver-zehren der feindseligen Kräfte in der vordem Linie wo sieeinander berühren, in einem viele Stunden dauernden nurkleinen Oözillationen unterworfenen Feuergefcchte, bis end-lich der eine Theil ein sichtbares Übergewicht der Reservend. h. der frischen Masten bekommt und dann damit denEntscheidungsftoß gegen die schon schwankenden Kräfte desGegners giebt.

Bonaparte rückt mit etwa 75,000 Mann gegen Blü-cher an, besten 3 versammelte Korps eine Macht von78,000 Mann, also von ähnlicher Stärke bilden.

Mit etwa 30,000 Mann bekämpft er- von 3 Uhr bis 8die beiden Hauptpunkte der Blücherschen Stellung, St.Amand und Ligny. Etwa 6000 verwendet er zur Beschäf-tigung des 3ten preußischen Armeekorps und mit 33,000bleibt er weit hinter der kämpfcnden Linie ruhig in Re-serve. Von diesen verwendet er noch etwa 6000 Mannum den Kampf bei St. Amand zu unterhalten.

Schon etwa tun 6 Uhr beschließt er mit der Gardeden entscheidenden Stoß auf Ligny zu thun; da erhält erdie Meldung daß ein beträchtliches Korps sich auf die Ent-fernung von 1 Stunde in seiner linken Flanke zeige. Bo-naparte hält mit seiner Bewegung inne, weil eö ein feind-liches von Brüssel kommendes Korps sein kann. Es istErlon, der, man weiß bis jetzt noch nicht auf wessen Ver-anlassung, von Frasne gegen St. Amand marfchirt. Eswird eiligst abgesandt um dieses Korps zu rckognoseircn.