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Hohlweg das Hinderniß des Zugangs auf der Fronte. ImGrunde hatten beide Flügel keine eigentlichen Anlehnungen,aber der rechte war doch durch die Orte Merbe, Braineund Braine la leude, der linke durch den Grund von Fri-chermont mittelbar etwas geschützt. Hinter der Fronte aufeine Stunde Entfernung lag das Holz von Soigne, wel-ches Bonaparte und viele andere Kunstrichter als einen Ab-grund für Wellingtons Heer ansehen im Fall er die Schlachtverlöre, welches aber doch wohl nicht von solcher Beschaf-fenheit gewesen sein muß wie dabei vorausgesetzt wird, weilsonst ein so behutsamer Feldherr wie Wellington es nichtso nahe im Rücken genommen hätte. Ein Wald der vonvielen Wegen durchschnitten ist, scheint gerade ein großesSchutzmittel für eine geschlagene Armee zu sein.
Die Aufstellung des Herzogs war im Allgemeinen un-gefähr so daß die Fronte etwa 5000 Schritt betrug, aufwelchen 30 Bataillone in erster Linie standen, etwa 13 inzweiter, 60 Schwadronen in dritter und vierter Linie unddaß außerdem noch 38 Bataillone und 33 Schwadronenauf andern weiter rückwärts oder seitwärts gelegenen Punk-ten aufgestellt als Reserven betrachtet werden konnten. DieAufstellung konnte also außerordentlich tief genannt werden.
Vor der Fronte lagen drei Punkte: die Meierei Hou-gomont 1000 Schritt vor dem rechten Flügel, la Hayesainte 500 Schritt vor der Mitte auf der Chaussee undla Haye 1000 Schritt vor dem linken Flügel. Alle 3 wa-ren mit Infanterie besetzt und zur Vertheidigung mehr oderweniger eingerichtet.
Wellington erwartete von der ganzen französtschen Ar-mee angegriffen zu werden, indem es möglich war daß Bo-naparte gegen Blücher nur etwas Kavallerie gelassen hätte.Er hätte es dann mit 68,000 Mann gegen etwa 100,000