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8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
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Erstere vorziehen mußte, denn er verlor dann nicht, indemer den zweiten Sieg aufsuchte, einen Theil der Früchte aufdie er durch den ersten schon Ansprüche hatte. Das Ver-folgen und das Aufsuchen der zweiten Schlacht war eineund dieselbe Handlung. Der erste und zweite Sieg würdein ein großes Ganze zusammengestoßen sein und ein vielgrößeres Resultat gegeben haben als zwei einzelne gegenverschiedene Gegner erfochtene, so wie zwei Flammen diesich vereinigen eine viel größere Glut geben.

Aber war er gewiß, Blücher zu dieser zweiten Schlachtzu zwingen? Eben so gewiß oder vielmehr gewisser als eres gegen Wellington war, denn eine Armee die noch^ nichtaus dem Gleichgewicht ist kann ohne Nachtheil ausweichenund dadurch Zeit gewinnen; aber eine geschlagene Armeekann das nicht, sie muß, wenn der Verfolgende zu heftignachdrangt, sich zum Widerstände entschließen oder sie ge-räth in ein Zurückstürzen welches mit großen Verlusten undmit dem Untergänge ihrer Waffenehre verbunden ist, unddieser moralische Theil des Erfolges darf nicht gering ge-schätzt werden. -

Hiermit wollen wir beweisen: daß wenn Blücher einezweite Schlacht hatte vermeiden und gegen die Maas sichzurückziehen wollen, Bonaparte in seiner kräftigen Verfol-gung entweder die vollkommene oder doch einige Entschä-digung für diesen verfehlten Sieg gefunden hätte. ' Hatteer diese gefunden, hatte er Blücher 10 oder 15 Meilenweit ins Land hineingetrieben, dann blieb ihm immer nochübrig was er am 17. that, sich mit der Hauptmacht gegenWellington zu wenden. - i-

Was hätte Wellington in dieser Zeit thun können?Wir glauben, er würde sich cher zurück als vor bewegt ha-ben, aber wir wollen das Günstigste annehmen, daß er näm-viii 12