Besondere astronomische Erscheinungen.
der Sonne nachgehende Bewegung der Planetendie rechtläufige und die umgekehrte die rück-läufige, zwischen welchen jedesmal ein Still-stand stattfindet. Zugleich sehen wir in Bezie-hung auf die Ekliptik, daß die Planeten ihrenWeg zum Theil auf der nördlichen Seite und zumTheil auf der südlichen Seite derselben zurück-legen, so daß er die Ekliptik in Punkten schneidet,welche, ähnlich wie beim Mond. Knoten genanntwerden. Zur Erläuterung dieser merkwürdigenBewegungen der Planeten benutzen wir Fig. 62,welche die Bahn der Venus im Jahre 1847darstellt. Man sieht, wie dieselbe vom 1. Januarbis 5. September rechtläufig der Sonnenbahn(Ekliptik) folgt, dann rückläufig wird und dabeieine förmliche Schlinge bildet.
Nichts war vor der richtigen Erkenntnißdes Planetenlaufcs und ihres Verhältnisseszur Sonne schwieriger, als eine Erklärung die-ser sonderbaren Bewegungen. Ja alle Bemü-hungen der früheren irrigen Systeme der Welt-körper scheiterten an den Planeten und erwie-sen sich gerade hierdurch als unrichtig oder un-vollkommen.
Die Sonne ist nicht allein der anziehendePunkt für unsere Erde, welche ihre Ellipsenum dieselbe beschreibt, sondern noch für einegroße Anzahl anderer Himmelskörper, nämlichzunächst für die Planeten, in welche wir dieErde selbst einreihen müssen.
Man kennt bis jetzt 61 Planeten, undes ist namentlich nach den erst in jüngster Zeitgemachten Entdeckungen kein Grund vorhan-den zur Annahme, daß die Anzahl derselbenhiermit geschlossen sei.
Die Planeten bieten wesentliche Unter-schiede dar in ihrer Größe, Entfernung vonder Sonne, Geschwindigkeit, und in ihrer phy-sischen Beschaffenheit, dagegen stimmen sie allein Gestalt, Mangel an eigenem Licht und inder elliptischen Gestalt ihrer Bahnen um dieSonne überein; außerdem sind die Ebenendieser Bahnen unter sehr kleinen Winkeln gegen-einander geneigt, nur einige von den kleinste»