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Lehrbuch der chemisch-analytischen Titrirmethode : nach eigenen Versuchen und systematisch dargestellt / von Dr. Friedrich Mohr
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244 Dritter Abschnitt. Schweflige Siiure gegen Jod.

röhre von 50 CC. Inhalt allmälig ausfliessen lässt und nach jeden 50 CC.einen Bleistiftstrich auf einen angeklebten Papierstreifen macht. Sämmt-liche Striche trägt man nachher, wenn die Röhre horizontal in einemLager liegt, mit dem Schreibdiamant auf das Glas selbst über. DieMessröhre ist unveränderlich in einem passenden Gestelle getragen undbleibt immer in der gezeichneten Verbindung mit der Flasche.

Die Abmessung der schwefligen Säure erhellet von selbst. DieAusflussrohren dürfen nicht zu enge sein, weil sonst zu viel Zeit nutzlosverloren geht.

Diese im Ganzen sehr zweckmässige Vorrichtung hat für die be-sondere Natur der schwefligen Säure den Nachtheil, dass letztere beimpig 95 - Einlaufen durch eine hohe mit Luft gefüllte

Röhre verändert wird. Obgleich sie nicht imStrahl fällt und Blasen schlägt, so breitet siesich doch desto mehr auf den Wänden derRöhre aus. Die aus der Röhre verdrängteLuft entweicht ins Freie. Ich habe die Ein-richtung in der Art verändert, dass die Flüs-sigkeit von unten in die Röhre tritt, und dassdie aus der Röhre austretende Luft in diegrosse Flasche zurückgeht. Fig. 95 zeigtdies deutlich. Die Messröhre wird in einerbeliebigen nicht näher bezeichneten Vorrich-tung getragen. Sie ist oben und unten geradeabgeschnitten und mit geölten Korken ge-schlossen. Im unteren Kork ist die Ausfluss-rohre a und die Einflussröhre b, beide mitQuetschhahn versehen, angebracht. Die obereOeffnung der Röhre ist luftdicht mit der grossenFlasche durch Kautschukschlauch verbunden.Oeffnet man durch Druck den Quetschhahnbei c, so steigt die Flüssigkeit durch denKautschukschlauch und die Glasröhren hinabin die Messröhre und steigt zu jeder belie-bigen Höhe, bis man den Hahn bei c loslässt.Man öffnet nun den Hahn bei a und lässt bisan den Nullstrich ablaufen, und jetzt ist dieBürette zum Gebrauch bereit. Im Korke der

Des Verfassers Aufbewahrung von grossen Flasche ist neben der Luftröhre, welcheMaassflüssigkeiten. T -».. .., .

zur Bürette fuhrt, noch eine ventilartig wir-kende Kugelröhre angebracht, welche Luft einlässt, wenn die Bürettegeleert wird. An diese Kugelröhre könnte man noch die Fresenius-sclie Phosphorröhre anbringen und alsdann wohl mit grosser Sicherheiteine ganze Flasche mit gleichbleibendem Titre ausgebrauchen.

Ueberhaupt eignet sieh diese Vorrichtung sehr passend zu allen