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Lehrbuch der chemisch-analytischen Titrirmethode : nach eigenen Versuchen und systematisch dargestellt / von Dr. Friedrich Mohr
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Neununddreissigstes Capitel. Blei, Maugan, Kobalt, Nickel.

gefällt und dadurch das Blei von anderen Stoffen getrennt, so ist amEnde die Wägung im geglühten Zustande das einfachste und sichersteVerfahren. Wenn aber das schwefelsaure Bleioxyd aus Oxydation vonBleiglanz herrührt, also fremde Stoffe beigemengt enthalten kann, soist seine maassanalytische Bestimmung sehr erwünscht.

Streng erhitzt das Gemenge von schwefelsaurem Bleioxyd längereZeit mit Chlorkalklösung im Wasserbade, wobei man das Zusammenbal-len durch öfteres Umschütteln zu verhüten hat. Das Hyperoxyd wirdabgewaschen, mit einer Spntzflasche vom Filter entfernt und in der an-gedeuteten Weise sein Gehalt an freiem Sauerstoff bestimmt.

M a n g a n.

Die etwas alkalisch gemachte Flüssigkeit, welche natürlich einenNiederschlag enthält, wird mit Chlorkalklösung in der Wärme digerirtund das gebildete Manganhyperoxyd in bekannter Weise bestimmt. Esdürfen natiirli h keine zwei Metalle vorhanden sein, welche durch Chlor-kalk als Hyperoxyde gefällt werden. Hat man das Manganhyperoxydausgewaschen auf dem Filtrum, so steht auch nichts seiner directen Be-stimmung durch Glühen und Wägen als Mi 3 0 4 entgegen.

Kobalt und Nickel.

Sie sollen in gleicher Art behandelt werden. Das Messen der Hy-peroxyde durch Titriren ist ein Wägen, aber kein Trennen. Sind beideMetalle beisammen, so müssen sie erst durch analytische Operationengetrennt werden, ehe man sie messen kann.