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Vierzigstes Capitel. Bereitung der Maassflüssigkeiten.
und titrirt sie mit der Jodlösung blau. Trifft dies genau zu, dass vonder Jodlösung zehnmal so viel Cubikeentimeter als von der des arsenig-saureii Natrons gebraucht wurden, so ist die Jodlösung genau Hundert-normal, und man zählt ihre Cubikeentimeter nach arsenigsaurem Natron,wenn man sie durch 10 dividirt. Trifft es nicht genau zu, so hilft mansich durch Anfertigung eines Täfelchens, welches nur so lange brauch-bar ist, als man von derselben Flüssigkeit oder von einer von demselbenJod in gleicher Art bereiteten Vorrath hat.
ln einem speciellen Falle wurde so verfahren:
1,27 Grm. Jod wurden zu 1 Litre gelöst und in eine lange Büretteeingefüllt. *
5 CC. arsenigsaures Natron erforderten
1) 50,6 CC. Jodlösung,
2) 50,6 „ .
5
demnach ist 1 CC. Jodlösung = = 0,09881 CC. arsenigsaure Na-
tronlösung, und es entsteht das Täfelchen:
Fig. 97.
Jodlösung.
CC.
J o d 1 b s u n g.
• CC.
Arseniklösung.
1
0,09881
2
0,19762
3
0,29643
4
0,39524
5
0,49405
r,
0,59286
7
0,69167
8
0,79048
9
0,88929
Die Jodlösung ist nicht ganzbeständig wegen der unvermeidlichenVerdunstung beim Oeffnen der Fla-sche. Ich bediene mich deshalb aucheiner Blaseflasche, wie sie bei Cha-
zur Aufbewahrung der Jodlösungmäleon beschrieben wurde (Fig. 97). Diese Flasche wird niemals geöff-net, als wenn sie von Neuem gefüllt werden soll.
Die Jodlösung kann aus Quetschhahnbüretten ausfliessen gelassenwerden. Allein mit der Zeit werden die vulcanisirten Kautschukröhrensteif, wahrscheinlich indem sich Jodschwefel in der Substanz des Kaut-