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Fünfundvierzigstes Capitel. Chromsäure.
Jod, leicht Verluste veranlassen kann; ich habe deshalb, und da icheine andere Absorptionsflüssigkeit anwende, den nebenstehenden einfachenApparat Fig. 103 zu den Destillationen angewendet. Auf einem etwa
Fig. 103.
Des Verfassers Chlorabsorptiousapparat.
1 Litre fassenden Kolben ist ein doppelt durchbohrter Kork aufgesetzt,welcher in der einen Oeffnung ein mit Glassplittern gefülltes, oben offe-nes Glasrohr enthält, in der anderen die Gasleitungsröhre, die mit einerverengten Oeffnung in die Flüssigkeit eintaucht. Sie ist ausserhalb derFlasche etwas seitlich gebogen, damit man noch das Verbinden mit derKautschukröhre bequem ausführen könne. Vor dem Versuche wirdein Quetschhahn mit seinem Ringe über die Röhre geschoben und daranhängen gelassen, wie die Zeichnung darstellt. Eine kugelförmige Er-weiterung dieser Röhre, die wegen der schwierigen Vertreibung desChlorgases immer nachtheilig ist, habe ich anfänglich daran gehabt,später aber als überflüssig und nachtheilig weggelassen.
Man verbindet jetzt den bereits mit Substanz beschickten Destilla-tionsapparat mittelst der Kautschukröhre mit der Flasche. Die Gas-leitungsröhre ist stark steigend, weit genug, um Flüssigkeit abrinnenzu lassen, und unten schief abgeschliffen. Dies hat den Zweck, die imRohre verdichtete wässerige Säure in das Destillationskölbchen zurück-