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Lehrbuch der chemisch-analytischen Titrirmethode : nach eigenen Versuchen und systematisch dargestellt / von Dr. Friedrich Mohr
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Siebenundvierzigstes Capitel. Brom.

dass das Brom unter der Flüssigkeit austrete und von der umgebendenFlüssigkeit aufgenommen werde. Zuletzt zerdrückt man noch das Kü-gelchen mit einer Kornzange unter der Flüssigkeit und bestimmt dieüberschüssige arsenige Säure durch titrirte Jodlösung. Diese reducirtman auf Arseniklösung und zieht die reducirte Zahl von der angewen-deten Zahl Cubicentimeter ab. Wäre das Brom rein gewesen, so müss-ten die verbrauchten Cubikcentimeter Arseniklösung mit 0,007997 mul-tiplicirt das angewendete Gewicht annähernd geben. Unter der An-nahme, dass das Brom Chlor enthalten habe, finden wir die Menge vonbeiden in folgender Art: ,

Das chlorhaltige Brom wiege A Grm. und man habe m CC. Arse-niklösung darauf verbraucht.

Wir nehmen an, in A unreinem Brom sei x reines enthalten, soist A x Chlor darin, x Brom erfordern x . 0,007997 CC. Arsenik-lösung und A x Chlor erfordern (A x) 0,003546 CC. Arseniklö-sung. Beide Mengen sind aber = m, also

x . 0,007997 -f- (A x) 0,003546 = m ,

A . 0,003546worus * = »-0^04464'

Bekanntlich hat man auch eine indirecte gewichtsanalytische Me-thode, wenn man eine gewogene Menge chlorhaltiges Brom in schwefli-ger Säure mit Silberlösung fällt und den Niederschlag dem Gewichtenach bestimmt. Wog das unreine Brom A , und der Silberniedersehlag-B, und werde das Chlor mit y bezeichnet, so ist:

y

Aq Br ,^ A

Ag BrBr

B.

AgCl

CI

Bunsen hat beide Methoden auf dasselbe Brom mit grosser Ueber-einstimmung der Resultate angewendet.