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Dritter Abschnitt. Arsenigsaures Natron gegen Jodlösung.
at . 0,012688 -f- (A — x) 0,003546 = m,
woraus x = m —
A . 0,0035460,009142 '
Die gewichtsanalytische indirecte Analyse durch Bestimmung desGewichtes des Jods und des Niederschlags mit Silber kann in ähnlicherWeise, wie bei Brom angedeutet wurde, ausgeführt werden.
Neunundvierzigstes Capitel.
Unterchlorigsaure Salze.
(Chlorkalk, Labarraque’sche Flüssigkeit, Hau de Javelle .)
Namen.
Formel.
Atom-
gewicht.
Abzuwägen-de Menge für1 CC. Arsen.-Lös. = 1 Prc.Substanz.
1 CC. Ar-senlösungist gleich
95) Bleichsalze alsfreies Chlor betracht.
j
CI j 35,40
0,3540 Grm.
0,003540 Gr.
Das wichtigste der Bleichsalze ist der Chlorkalk. Derselbe hat fürsich die Formel CI O -)- Ca O. Er wird bereitet, indem Chlorgas inKalkhydrat hineingeleitet wird, bis keins mehr aufgenommen wird. Esentsteht dadurch 1 Atom Chlorcalcium und 1 Atom unterchlorigsaurerKalk.
2 CaO + 2 CI = CaO CIO -f Ca CI.
Es kann also in der. Wirklichkeit der Kalk niemals ohne 1 AtomChlorcalcium Vorkommen.
Die bleichende Wirkung des Chlorkalks ist gleich seinem Gehaltan unterchloriger Säure CI O, und zwar wirkt das Chlor eben so starkwie der Sauerstoff, oder die bleichende Wirkung ist doppelt so grossals die des Chlors, welches in der unterchlorigen Säure enthalten ist.
Für die Technik ist es ganz gleichgültig, ob die Bleichkraft vondiesem oder jenem Stoffe herkommt, und da wir einen conventioneilenAusdruck für die Stärke des Chlorkalks annehmen müssen, so ist es amzweck massigsten, denselben auf den Gehalt an wirksamem oder freiemChlor zu stellen. In der That ist aber auch diese Wirkung genau