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Sechster Abschnitt. Angewandter Theil.
0,0659 multiplicirt giebt Chroinoxyd, als welches das Chrom im Chrom-eisenstein enthalten ist.
Das auf dem Filtrum übriggebliebene Eisenoxyd löst man kochendin starker und reiner Salzsäure, indem man das Filtrum auf dem Trich-ter mit der erhitzten Salzsäure übergiesst, und das Filtrat allenfalls,unter Zuziehung eines zweiten Untersetzglases, nochmals erwärmt auf-giesst, bis sich alles auf dein Filtrum gelöst hat, was überhaupt löslichist. Häufig bleibt etwas unaufgeschlossenes Pulver von Chromeisensteinübrig. Nach Einäscherung des Filters kann man dieses Pulver rein er-halten, im Achatmörser frisch zerreiben und einer neuen Aufschliessungunterwerfen.
Das abfiltrirte Eisenchlorid nach Aussiissung des Filters wird aufZink gegossen, zu Chloriir reducirt und dies mit Chamäleon bestimmt.Die verbrauchten CC. Chamäleon werden nach dem Tagestitre auf schwe-felsaures Eisenoxydul-Ammoniak reducirt, und dies mit 0,1836 multipli-cirt giebt Eisenoxydul in Grammen, als welches das Eisen im Chrom-eisenstein enthalten ist.
Neununddreissigstes Kapitel,
M a g ii e t e i s e n.
1 Grin. sehr feines Pulver wird in einer weiten Probirröhre mitstarker reiner Salzsäure übergossen, und sogleich durch einige Körnchendoppelt-kohlensaures Natron die atmosphärische Luft entfernt. Man setztsogleich eine gebogene Glasröhre auf, welche mit dem andern Ende inreines Wasser taucht. Das Gemenge wird mit einer kleinen Flamme er-wärmt, indem die Probirröhre schief in einem Retortenhalter befestigtist. Zuletzt erhitzt man bis zum Kochen, wodurch sich alles in Salz-säure Lösliche vollständig auflöst. Man zieht die Flamme zurück undlässt das vorgelegte Wasser zurücksteigen, wodurch die Flüssigkeit ohneLuftzutritt verdünnt und abgekühlt wird. Man giesst die Lösung in vielreines Wasser, setzt etwas Schwefelsäure zu und bestimmt den Eisen-oxydulgehalt mit Chamäleon in bekannter Weise.
Eine gleiche Menge Magneteisensteinpulver wird in derselben Röhrein Salzsäure gelöst, wobei der Zusatz von doppelt-kohlensaurem Natronwegbleiben kann. Nach vollständiger Lösung lässt man das Wasser zu-rücktreten, giebt die Flüssigkeit auf reines Zink, lässt das Eisenoxyd zuOxydul reducireu und bestimmt nun den ganzen Eisengehalt.
Beispiel. 1 Grm. Magneteisenpulver wurde in Salzsäure gelöstund mit Chamäleon gemessen. Es wurden gebraucht 28 3 2 CC. (Titre: