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Lehrbuch der chemisch-analytischen Titrirmethode : nach eigenen Versuchen und systematisch dargestellt / von Dr. Friedrich Mohr
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Dreiundvierzigstes Kapitel. Anwendung der Titrirmethode etc. 249

Ammoniacum carbouicum kann auf seine ganze Zusammen-setzung untersucht werden. Den Gehalt an Ammoniak bestimmt manmit Normalsäure, die Kohlensäure bestimmt man durch Fällen mit Chlor-barium und Aetzammoniak, indem man den ausgewaschenen kohlensau-ren Baryt alkalimetrisch mit Normalsalpetersäure, und Normalkalibestimmt.

Aqua Amyydalarum amararum auf Blausäure nach II, S. 5.Aqua Calcariae nach I, S. 79.

Calcaria hypochlorosa nach I, S. 322.

Cuprum .lU/phuricum venale. Sein Gehalt an Eisenvitriol kannmit Chamäleon entdeckt und bestimmt werden.

Ferrum. Alle Eisenpräparate können mit grosser Leichtigkeit aufihren Gehalt an Eisen geprüft werden. Diejenigen, welche organischeKörper enthalten, wie Fxtr. Ferri pomatum, Ferro-Kali tartaricum, Ferrumacetieum , können mit Salpeter geglüht, dann in Salzsäure unter Kochengelöst, mit Zink reducirt und der Eisengehalt bestimmt werden.

Ueber den Eisengehalt dieser Präparate existiren fast gar keine An-gaben, weil man die Mühe der Analyse scheute. Diejenigen Präparate,welche nur Eisenoxydul enthalten sollen, wie Ferrum sulphuricum, Ferrumchloratum , können ohne Weiteres in saurer Lösung mit Chamäleon aus-gemessen werden. Wenn sie mit Zink digerirt mehr Chamäleon zerstö-ren, so haben sie auch Oxyd enthalten.

Diejenigen, welche nur Oxyd enthalten sollen, wie Ferrum sesqui-chloratum, dürfen für sich allein kein Chamäleon entfärben. Thun sie esdennoch, so entdeckt und bestimmt man einen Oxydulgehalt durch Cha-mäleon. Mit Zink digerirt geben sie den ganzen Eisengehalt. Dieje-nigen Präparate, welche beide Oxyde enthalten dürfen, wie Ferrum kydri-cum, Ferrum phosphoricum , geben allein in saurer Lösung den üxydul-gehalt, und nach vorheriger Behandlung mit Zink den ganzen Eisengehalt.

loduill. Beim Ankauf von Jod kann man dessen Gehalt an reinerSubstanz mit arsenigsaurem Natron (nach I, S. 320) oder mit unter-schwefligsaurem Natron nach I, Nachtrag S. 385, bestimmen.

Kali acetieum. Sein Chlorgehalt lässt sich durch Silberlösung be-stimmen.

Kali carbonicum crudum und depuralum werden zweckmässigauf ihre Stärke alkalimetrisch geprüft.

Im Kali c/tloricum lässt sich der Gehalt an Chlorkalium mit Zehent-Silberlösung bestimmen.

Kali hydricum fusum kann aufseinen Gehalt an ätzendem Kalidurch Normalsäure, an kohlensaurem Kali durch Fällen mit Chlorbariumund Bestimmen des ausgewaschenen kohlensauren Baryts mit Normal-salpetersäure, an Chlorkalium durch Sättigen mit Salpetersäure und Titri-ren mit Zehent-Silberlösung geprüft werden.

Ebenso Liquor Kali hydrici und Liquor Nalri hydrici.