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Eisen und Molybdän.
einem Thontiegel bei einer sehr hohen Temperatur erhielt Caron weichen(beim Härten nur zäher werdenden) Gussstahl, der sich in der Kälte zuRöhren von beliebiger Wandstärke ausziehen liess. Zaine, welche durchGuss der Legirung in angewärmte gusseiserne Formen erhalten wurden,Hessen sich ohne Schwierigkeit schmieden und, selbst bi» zur gehörigenWeissgluth angewärmt, schweissen. Der Bruch des getemperten Metallswar von feinem glänzendem Korn, zeigte aber keine Sehnen; nach demHärten war das Korn seidenartig und moirirt geworden. Der grössereTheil des Wolframs scheint in die Schlacke zu gehen, da Caron in demvon ihm dargestellten harten Stahl nur 0,28 Proc., in einem vorzüglichenweichen 0,23 Proc. Wolfram fand.
Auch Roheisen erhält nach Versuchen von Tresca durch einen Wolf-ramgehalt von 0,125 bis 1 Proc. grössere Härte und Zähigkeit; es zeigtesich von gleichmässigem, feinem Korn mit graulicher Farbe. Ebenso fandLe Guen 1 ), dass graues Roheisen durch Einschmelzen mit kleinen Men-gen gepulverten Wolframerzes grössere Zähigkeit und Härte annahm,deren Maximum bei einem Zusatz von 2,5 Proc. erreicht wurde, währendbei höherem Zusatz zwar die Härte wuchs, aber die Zähigkeit abnahm.]
Eisen und Molybdän.
Nach Berthier sind die Legirungen des Molybdäns und Eisens denendes Wolframs und Eisens ganz analog. Er beschreibt eine Legirung desEisens mit 2 Proc. Molybdän als schmelzbar, weisser als Eisen, ausser-ordentlich hart, spröde, aber fest, uneben und körnig im Bruch 2 ).
Berzelius giebt an, dass eine Legirung von gleichen Gewichtsthei-len Eisen und Molybdän hart, spröde, von bläulich grauer Farbe, schmelzbarvor dem Löthrohr und körnig im Bruch ist; ferner, dass eine Legirungvon 1 Gewichtstheil Eisen und 2 Theilen Molybdän spröde, hellgrau, un-schmelzbar vor dem Löthrohr, feinkörnig im Bruche ist und vom Magne-ten angezogen wird 3 ).
Im ersten Theile unserer Metallurgie sind beim Kupfer einige merk-würdige eisenhaltige Ofensauen beschrieben worden, welche einen grossenMolybdängehalt haben.
Eisen und Vanadium.
Vanadium wurde von Sefström bei der Analyse des wohlbekanntenTaberger Eisens entdeckt, welches nach Berzelius die weichste allerschwedischen Eisensorten ist 4 ).
Aus der Lösung mehrerer Pfunde dieses Eisens wurden kaum 1V 2Grains Vanadium erhalten, wogegen in den Schlacken des Holzkohlenfeuers,
l ) Compt. rend. LVI. 593. — 2 ) Tr. des Ess. 2. p. 215. — s ) Tr. 2. p. 706.
— 4 ) Berzelius, Jahresb. 11. S. 97. 1832.