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Die Eisenerze.
stein oder Blaekband bezeichnet haben. Derselbe wurde hier zuerst ent-deckt oder vielmehr als Eisenstein erkannt im Jahre 1801 von dem viel-fach um das britische Eisenhüttenwesen verdienten Mushet. Das ersteBlackbandlager Schottlands wurde am Calder-Fluss aufgefunden, ein zwei-tes am Olifton hill, und nun folgte schnell die Entdeckung von weiterenfünf Lagern ] ). Aber seine allgemeine Anwendung fand der Blackbanderst etwa um das Jahr 1830, seit welcher Zeit er wegen seiner Gutartig-keit die Benutzung der eigentlichen Sphärosiderite beinahe ganz ver-drängt hat. Er kommt fast stets in zusammenhängenden Lagern vor,welche das charakteristische Kennzeichen aufweisen, dem er seinen Namenverdankt, nämlich eine durch abwechselnde Lagerung von Eisenstein undKohle hervorgerufene Streifung. Die grösste Entwicklung erlangen dieBlackbandlager in der Kohlenmulde von Lanark 2 ) in der Nähe von Glas-gow (Gartsherrie, Coat-bridge etc.). Sie gehören der oberen Abtheilungder Kohlenformation an, worin sie auf vier Hauptflötzen auftreten, währenddie unbedeutenderen Clay-band-Lager mit der unteren (Kohlenkalk-) Ab-theilung verbunden sind. Sie werden meist durch unterirdischen Bau inähnlicher Weise wie die Kohlen gewonnen.
2. Kohlengebiet von Northumberland und Durham(Newcastle und Sunderland).
Dies für die industrielle Entwicklung von England so wichtige Kohlen-feld ist beinahe leer von Eisensteinen. Nur an seinem Westrande (in derNähe des Ausgehenden) in den liegendsten Theilen desselben befinden sichbauwürdige Lager, so bei Consett, Tow Law etc., welche indessen zumgrössten Theil schon ausgebeutet worden sind, mehr nach Süden hinsich aber verschwächen und endlich auskeilen. Das liegendste Lager istdas bedeutendste, es variirt von 4 bis 6 Fuss in Mächtigkeit.
3. Kohlenkalkdistrict von Aiston Moor.
Westlich von dem productiven Steinkohlengebirge der GrafschaftenNorthumberland und Durham erhebt sich ein rauhes Hochland, welchesder Kohlenkalksteinformation angehört, seinen höchsten Punkt in demCross Fell hat und westlich durch das mit New red sandstone angefüllteThal des Flusses Eden begrenzt wird. Es kommen hier Eisensteinab-lagerungen analog denen des eigentlichen Steinkohlengebirges vor, welcheindessen trotz ihrer vorzüglichen Qualität nur kurze Zeit verwerthetwurden. Wichtiger sind in diesem Gebiete die gangartigen Vorkommen,welche vorzüglich Brauneisenstein umschliessen. Die zahlreichen Bleierz-gänge, welche eine meist ost-westliche Richtung haben, enthalten häufigdiese Brauneisensteine. So tritt oberhalb Aiston im Tyne-Thal ein 16 bis20 Fuss mächtiger Gang auf, und bei Manor-house ein anderer von 12 Fuss.
*) Yergl. Mushet, papers on iron and Steel, S. 122 u. 127. — 2 ) Man unter-scheidet die Mulden von Fife, Clackmannan, Lanark und Fife.