Buch 
[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
Entstehung
Seite
308
JPEG-Download
 

308

Die Eisenerze.

Bemerkungen zu den Tabellen.

Tabelle I. Magneteisenstein.

1. Dartmoor in Devonshire (Gruppe 11). Das Erz war dicht, schwarz,halbmetallisch glänzend, von unebenem und körnigem Bruch, gab einen schwarzenStrich. In der Masse war ein blassgrünes Mineral eingesprengt, welches bei derDigestion mit Chlorwasserstoffsäure ungelöst zurückblieb. Spuren von Wismuth,Zinn und Kupfer konnten in einer Lösung von 900 Grains des Erzes nachgewiesenwerden.

Tabelle II. Rotheisensteine.

1. Cleator Moor bei Whitehaven in Cumberland (Gruppe 4). DasErz ist ein dichter Rotheisenstein, welcher mit Eisenglanz- und Quarzkrystallenbesetzte Hohlräume enthält. In 400 Grains des Erzes liess sich eine äusserst ge-ringe Menge Blei entdecken.

2. Cleator Moor bei Whitehaven in Cumberland (Gruppe 4). DasErz bestand aus dichtem und pulverförmigem fettigem Rotheisenerz. Eine Spur Bleikonnte in 500 Grains Erz nachgewiesen werden.

2a. Von Whitehaven (Gruppe 4). Dies Erz ist im Arsenal zu Woolwichanalysirt worden. Vier Analysen Roheisen, welches aus diesem Erze dargestelltworden ist, sind von Abel (Seite 19 seines Berichtes) mitgetheilt, und in allenfindet sich ein grosser Gehalt an Silicium, dessen Grenzen 3,02 und 2,63 Proc.betragen, und trotzdem soll das Erz nur 1 Proc. Kieselsäure enthalten haben. Hiermuss ein Irrthum angenommen werden. Es mag das Erz wohl besonders aus-gesucht worden sein, denn es ist bekannt, dass das in jener Gegend vorkommendeim Allgemeinen sehr reich an Kieselsäure ist.

3. Gillbrow bei Ulverstone in Lancashire (Gruppe 4). Das Erz warein Rotheisenstein der fettig anzufühlenden Varietät. Es enthielt eingemischteStücke kohlensauren Kalkes und dergl., welche bei ihrer rothen Farbe nur erkanntwerden können, wenn die Probe zuvor gewaschen wird. Eine sehr kleine Mengeeines weisslichen, aus der salzsauren Lösung durch Schwefelwasserstoffgas fällbarenMetalls wurde aus 500 Grains erhalten, konnte aber nicht bestimmt festgestelltwerden.

4. Lindale Moor bei Ulverstone in Lancashire (Gruppe 4). Die fürdie Analyse verwendete Probe war aus einer grossen Menge des Erzes, welchesaus Bruchstücken verschiedener Härte bestand, ansgewählt; vorwiegend war dieharte, dichte Art des Rotheisensteins. In 1680 Grains Erzen konnte eine deutlicheSpur Arsenik entdeckt werden.

4a. Dichter Rotheisenstein vom North-Schacht zu Lindale Cote beiUlverstone in Lancashire (Gruppe 4). Die Analyse ist von R. Smith imMärz 1851 angestellt worden. Aus 500 Grains des Erzes wurden 0,024 Proc.eines Metalloxydes erhalten, welches bei der Reduction vor dem Lötbrohr ein zinn-weisses Metall lieferte. Keine Spur von Nickel oder Kobalt konnte in 500 Grainsdes Erzes entdeckt werden.

Alle bisher beschriebenen Rotheisenerze kommen im Kohlenkalke vor.

5. Whitchurch bei Cardiff in Glamorganshire (Gruppe 10). Das Erzwird als weich, matt und fettig im Glanze, am Finger abfärbend, oolithischer, zu-