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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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309
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Grossbritaimien. 309

weilen pisolithischer Struetur beschrieben. Es konnte kein durch Schwefelwasser-stoffgas fällbares Metall in einer Lösung von 300 Grains Erz entdeckt werden.Es wurde von W. Ratcliffe im Laboratorium des verstorbenen, um die Eisen-industrie von Süd-Wales so vielfach verdienten E. Rogers zu Abercarn analysirt.Es tritt als liegendste Schicht des Kohlenkalkes auf.

Tabelle III. Brauneisensteine.

1. Von Eroghall bei Cheadle in Staffordshire (Gruppe 7). Es ist einkalkhaltiger Brauneisenstein, welcher in den liegendsten Schichten des Stein-kohlengebirges vorkommt, dicht, homogen, braunroth. Das Probestück enthielteine Kalkspathader. In einer Lösung von 450 Grains Erz brachte Schwefel-wasserstoff einen leichten Niederschlag hervor, aus welchem sich eine sehr ge-ringe Spur eines weisslichen, aber nicht zu bestimmenden Metalls reduciren Hess.Eine Probe dieses Erzes war fast reines Eisenoxydhydrat.

2. Black Brush-Erz, Forest of Dean in Gloucestershire (Gruppe 10).Geringe Spuren Kupfer und Blei wurden in einer Lösung von 500 Grains diesesErzes entdeckt.

3. Brandy Brush-Erz, Forest of Dean (Gruppe 10). Es ist ein sehr un-reines und kieselreiches Branneisenerz. Es fand sich kein durch Schwefelwasser-stoff fällbares Metall in einer Lösung von 500 Grains des Erzes.

4. Smith-Erz, Forest of Dean (Gruppe 10). Es ist ein verhältnissmässigreiner Brauneisenstein. Kein durch Schwefelwasserstoff fällbares Metall konnte ineiner Lösung von 550 Grains Erz entdeckt werden.

5. Grey Vein, Forest of Dean (Gruppe 10). Es ist ein an kohlensauremKalk und kohlensaurer Magnesia reicher Brauneisenstein. Kein durch Schwefel-wasserstoffgas fällbares Metall Hess sich in einer Lösung von 500 Grains Erznachweisen.

Nr. 2 bis 5 kommen im Kohlenkalke vor.

6. Von Llantrissant in Glamorganshire (Gruppe 10). Es kommt aufeiner merkwürdigen, die Basis des Zechstein-Conglomerats bildenden, dem Kohlen-kalke aufliegenden Lagerstätte vor.

7. Verladen zu Pentuan in Cornwall (Gruppe 11). Es kommt aufGängen im Granit und Thonschiefer bei St. Au st eil vor.

8. Aus Devonshire (Gruppe 11). Der Ort des Vorkommens ist nicht näherangegeben. Es fanden sich Spuren Arsenik, Antimon, Blei und Kupfer in einerLösung von 500 Grains Erz. Es mag hier bemerkt werden, dass sich zu Brixhamin Devonshire ein sehr bedeutendes Vorkommen von Brauneisenerz findet, welchesdurch einen ausgedehnten Bergbau gewonnen wird. Das Erz ist theilweise in Süd-Wales verschmolzen, theilweise zu Farben verwendet worden. Dicht bei Brixhambefindet sich eine Anstalt, auf der es vorbereitet und mit Leinöl zu Oelfarben ge-mahlen wird, welche vorzüglich zum Anstrich von Eisenwaaren empfohlen werden.

9a. Thonerdereiches Erz von Belfast in Irland. Dieses Erz ist unterden nach Gruppen gesonderten Vorkommnissen nicht inbegriffen, weil es nicht alseigentliches Eisenerz bezeichnet werden kann. Es kommt als Breccie vor undbildet die Ausfüllung einer muldenförmigen Vertiefung im Basalte zwischen Belfastund Antrim. Es ist ausgezeichnet wegen seines grossen Gehaltes an freier Thon-erde und deshalb besonders als Zuschlag bei' der Verhüttung thonerdearmer Erzevon grosser Wichtigkeit. Es hat aber auch noch als Uebergang von eigentlichen