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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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313
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Grossbritannien. 313

Losung von 500 Grains Eisenerz konnte kein durch Schwefelwasserstoff fällbaresMetall nachgewiesen werden.

4. Thorncliffe White Mine von Parkgate in Yorkshire (Gruppe 6).Das Flötz besteht aus drei Bänken. Das Material zur Analyse wurde zu gleichenTheilen von jeder entnommen. In der mittleren waren kleine Adern von Schwer-spath und Kalkspath mit Spuren von Eisenkies vorhanden. Die Analyse wies eineSpur Schwefelsäuren Baryt nach und in einer Losung von 450 Grains Erz fand sicheine sehr geringe Spur Kupfer.

5. Black oder Clay Wood Mine von Parkgate in Yorkshire (Gruppe 6).Kleine Theilchen Eisenkies waren hier und da in dem Erze eingesprengt. SpurenBlei und Kupfer Hessen sich in einer Losung von 680 Grains Erz naehweisen.

6. Swallow Wood Rake 1 ) von Stanton in Derbyshire (Gruppe 6).Die Analyse zeigt das Mittel von drei durch keine besondere Benennungen unter-schiedenen Bänken. Es fand sich in einer Lösung von 560 Grains Erz kein durchSchwefelwasserstoff fällbares Metall.

7. Brown Rake von Butterley in Derbyshire (Gruppe 6). Das Flötzbesteht aus drei Bänken. Das Material zur Analyse ward zu gleichen Theilen vonjeder der beiden hängendsten genommen. Eine für die nähere Prüfung zu ge-ringe Spur eines röthlichen Metalls wurde in einer Lösung von 1200 Grains Erzaufgefunden.

8. Brown Rake von Butterley in Derbyshire (Gruppe 6). Das analy-sirte Stück gehörte der liegendsten Bank des Flötzes an (vergl. Nr. 7). In einerLösung von 600 Grains Erz fänden sich deutliche Spuren Blei und Kupfer.

9- Black Rake von Butterley in Derbyshire (Gruppe 6). Das Lagerbesteht aus zwei Bänken. Gleiche Gewichtsmengen von beiden wurden zur Analysebenutzt. Das Liegendere zeigte dünne Ueberzüge von Eisenkies, weiche die Ab-drücke von Muscheln bedeckten. In einer Lösung von 700 Grains Erz wurdendeutliche Spuren Kupfer und Blei entdeckt.

10. Dog-tooth Rake von Staveley in Derbyshire (Gruppe 6). Das

Flötz besteht aus fünf Bänken. Es wird bei Butterley mit dem Namen WallisRake belegt, während es weiter südlich unbauwürdig ist. Die analysirte Probeward von der hängendsten, der zweiten und der vierten Bank genommen. Diezweite enthielt einige unregelmässig zerstreute Muscheln. Eine sehr geringe SpurKupfer liess sich in 630 Grains Erz naehweisen.

11. Dog-tooth Rake von Staveley in Derbyshire (Gruppe 6). Das

Material zur Analyse wurde aus gleichen Gewichtstheifcn der dritten und fünftenFlötzbank gewählt. Beide waren reich an Muscheln. Eine zu näherer Prüfungzu geringe Spur eines weissen Metalls wurde in einer Lösung von 460 Grains Erzgefunden.

12. Honeycroft Rake von Stanton in Derbyshire (Gruppe 6). Das

Flötz besteht aus acht Bänken. Gleiche Gewichtstheile von jeder wurden zumMaterial der Analyse gewählt. Die Eisensteine der zweiten Bank zeigten Con-tractionsspalten mit Eisen-, Kalk-, Brannspath u. s. w.; enthielten auch einigeMuscheln und Zinkblende. Eine sehr kleine Spur Kupfer liess sich in der Auf-lösung von 480 Grains Erz naehweisen.

13. Civilly Rake von Stanton in Derbyshire (Gruppe 6). Das Flötzbesteht aus fünf Bänken. Die analysirte Probe war aus gleichen Gewichtstheilenvon jeder zusammengesetzt. In den Eisensteinen der zweiten Bank zeigten sichRisse, mit rothem Schwerspath, etwas Kalkspath und Zinkblende ausgefüllt. Die

i) Bake ist der in Derbyshire gebräuchliche Ausdruck für das sonst übliche Mine.