Deutschland.
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Holthausen, Berghofen und Hörde in der südlichen, und bei Hattingen,Stiepel und von dort bis Bochum sowie Werden und Rellinghausen inder mittleren Mulde, während in der nördlichen nur Mühlheim und Essenzu nennen sind. Man kennt sieben bis acht Kohleneisensteinflötze, welchehauptsächlich der unteren, weniger der mittleren Schichtenfolge angehören.Ihre Mächtigkeit wechselt im Allgemeinen zwischen 10 und 140 Zoll.Oft finden sich in einem Flötze mehrere durch -taube Mittel getrennteBänke. Ausserdem kommen auch noch körnige Spatheisensteine alsFlötze in der unteren Schichtenfolge vor, welche besonders bei Hat-tingen bekannt sind und ausgebeutet werden. Die das Steinkohlen-gebirge im Norden und Osten bedeckenden Kreideschichten führen auchhin und wieder Brauneisenerze, welche z. B. bei Dortmund, Bochum,Steele und Essen bekannt sind, doch hauptsächlich nur bei Steele gewon-nen werden.
10. Die Rotheisensteine von Olsberg und Bredelar.
Südlich von dem Steinkohlengebirge der Ruhr heben sich die Schich-ten der devonischen Formation hervor, die das Gebirgsland der ProvinzWestphalen, das Sauerland und Siegerland zusammensetzen. Sie zerfallenin drei Gruppen, deren hängendste, die oberdevonische (Flinz und Kra-menzel) ziemlich den Nordrand einfasst, ln derselben kommen verbundenmit Schalstein zwischen Hyperit und Kramenzel Rotheisensteine in mäch-tigen und reichhaltigen Lagern vor, welche sich aus dem waldeckschenGebiete (Adorf) über die Grenze nach Bredelar und bis Olsberg ziehen,und in einigen kleineren Partien hei Suttrop und Balve fortsetzen. DieEisensteine sind sehr verschiedener Natur, bald quarzreich und hart, baldkalkhaltig, quarzarm und milde. Meist sind sie dicht, treten aber zuweilenals Eisenglanz auf und bilden viele Uebergänge zum eisenschüssigen Kalk-stein. Kalkspath, Braunspath, Quarz und Hornstein sind häufige, Schwefel-kies und Manganerze seltene Begleiter. Die wichtigsten Punkte für ihreGewinnung befinden sich bei Beringhausen, Bredelar, Giershagen, Messing-hausen und Olsberg.
11. Sporadische Vorkommen am Nordrande des Grauwacken-gebietes.
Von untergeordneter Bedeutung sind die übrigen Eisensteine deroberen und mittleren devonischen- und der Kohlenkalkformation, welchesich am Nordrande des Grauwackengebirges finden. Es sind zu erwähnendie Braun- und Thoneisensteine in den Zerklüftungen und an den Grenzendes mitteldevonischen (Elberfelder) Kalksteins bei Warstein, welche zumTheil eine sehr bedeutende Mächtigkeit (über 12 Fuss) erreichen, ohnegrosse Längenausdehnung zu haben.
Ferner kommen Braun-, Roth- und Thoneisensteine zum Theil als