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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Deutschland.

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mit Dolomit verbundenes Brauneisenstrinlager, sodann zeigen sich amnördlichen Rande dos Teutoburger Waldes bei Beckerode im braunen JuraSphärosiderite von 3 bis 6 Fuss Mächtigkeit (zum Theil dem FürstenthumLippe-Schaumburg angehörig) und am Wesergebirge im Lias bei Rintelndieselben Arten Eisenstein. Auch an der südlichen Fortsetzung dieserGebirgszüge zum Sollinger Walde treten im Lias Sphärosiderite bei Wil-lershausen und am Steinberge bei Mark-Oldendorf, sowie im AmtsbezirkeEschershausen auf. Diese letzteren Vorkommnisse geben zugleich dieVerbindung mit den am Nordrande des Harzes in den verhältnissmässigjüngeren Flötzformationen auftretenden Vorkommnissen.

3) Die wichtigsten Vorkommnisse des Harzes 1 ) gehören der sibi-rischen, devonischen und Kohlenkalk- (Culm-) Formation an. Es findensich in ähnlicher Weise, wie im rheinisch-westphälischen Schiefergebirge,auftretende Gänge und Lager von Magnet-, Roth-, Braun- und Spath-eisenstein. Zum grössten Theile sind dieselben innig mit Hyperit undSchalstein verbunden, seltener mit Porphyr.

Dem Silur gehören die mächtigen am Pfastenberge bei Harzgerodein Anhalt - Bernburg aufsetzenden Gänge von Spatheisenstein an, und inderselben Formation, verbunden mit Diabas und Grünstein, treten dieRotheisensteingänge von Tilkerode auf. Ebenso findet sich Rotheisensteinbei der Steinrenner Hütte und Lauterberg im Hannoverschen, südlichvon Hasselfelde und zwischen Zorge und Hohegeiss im Braunschweigischen.

Den devonischen Schichten, namentlich den Kalksteinen, gehören diebei Elbingerode in sehr bedeutenden Lagern, zuweilen zusammen mitBraun- und Magneteisenstein auftretenden Rotheisenerze an, die amBüchenberge in einer Diabaszone mit Kalkstein vorkommenden Roth-eisensteine und die zwischen Hüttenrode und Rübeland befindlichen un-regelmässigen Nester und Stöcke von Brauneisenstein, welche alle theilsim hannoverschen, theils im braunschweigischen Gebiete liegen.

Im Gebiete des Gulms endlich, aber eng mit dem grossen sich zwischenOsterode und Harzburg erstreckenden, der devonischen Formation ange-hörigen Grünsteinzuge verknüpft, erscheinen die Spatheisensteingänge vonLerbach, und am Polsterberge bei Clausthal, Magneteisensteinlager beiAltenau (am Spitzenberge), und zahlreich vertretene oberflächliche Nestervon Rotlieisenstein.

Die jüngeren den Harzrand begleitenden Gesteine sind gleichfallseisensteinführend, so der in der permischen Formation des südlichen Ab-falles auftretende Porphyrit, mit Rotheisenerz zwischen Ilfeld und Sülzhaynund namentlich der Lias bei Goslar und die Kreide bei Immenrode, nörd-lich von Goslar, von wo sich ein Lager von feinkörnigem Braun- undRotheisenstein bis nach Engerode bei Gebhardshagen und nach Steinlach

*) Vergl. v. Viebahn, Statistik S. 727 u. ff.; Cotta, Erzlag. II, 86; Cred-it er, Uebers. d. geogn. Verh. Thüringens u. des Harzes; Karte des Harzgebirgesvon Prediger. 1859.