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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Oesterreich,

363

Statistische Uebersieht der Production in den Zollvereins-staaten im Jahre 1802 und 1803.

Hannover.

1862.

2,370,387 Ctr..

1863 *).2,229,956 Ctr.

Braunschweig.

299,870

n

322,442

7)

1.

Communion-Harz.

45,790

53,800

7)

Oldenburg .

19,040

7

66,190

Anhalt..

17,648

1,299

623,824

2.

Sachsen.

1,002,199

3.

Thüringen.

154,432

n

107,324

7)

Kurfürstenthum Hessen.

341,154

358,570

7)

4 'l

Waldeck.

11,592

800

7»

Grossherzogthum Hessen.

590,594

694,449

7)

Nassau.

5,352,946

5,836,181

71

5.

Bayern.

1,032,957

r.

1,263,112

6.

Würtemberg.

640,542

»

690,356

»

7.

Baden .

274,042

136,558

Hierzu noch Luxemburg (welches bei Belgiennäher erläutert werden wird) mit . . .

7,890,000

r

7,700,000

»

Preussen producirte..

24,277,221

r

27,410,048

y>

Daher die gesammten Staaten des deutschen

Zollvereins. 44,320,414 Ctr. 47,494,909 Ctr.

*) Während des Druckes veröffentlicht.

III. OesterreiclLische Monarchie 9.

1. Oesterreich.

Ober- und Unterösterreich besitzt nur wenige grössere Eisenwerkeund in Folge dessen auch nur geringen Bergbau auf Eisenerze.

1) Die wichtigsten Vorkommen sind die bei Pitten, welche im Jahre1860 über 93,000 Centner lieferten. Die dortigen Eisensteine bildenein Lager im Gneiss, welches aus zwei durch ein taubes Mittel von 4 bis5 Fuss getrennten Trümmern besteht und von einer Mächtigkeit von 2bis zu einer solchen von 15 Fuss 2 ) anwächst. Die Erze sind mehr oderweniger in Braunerze umgewandelte Spatli-, Magnet- und Rotheisensteine,von denen letztere in den höheren Horizonten vorherrschen.

Ein ähnliches Vorkommen findet sich bei Harathof und auch dieBraun- und Rotheisensteine von Scheiblingskirchen sind im Gneiss ein-gelagert. Noch nicht lange Zeit aufgeschlossen sind die bei Marbach ander Krems gefundenen Brauneisensteine, die zwischen krystallinischemKalk und Ampbibolitschiefer gleichfalls im Gneiss eingelagert sind.

2) Bei Kottaun kommen einentheils Magneteisensteine in den Horn-blendeschiefern, anderentheils (im Bezirke Schrems) Thoneisensteine vor,

*) Die Eisenerzvorkommen der österreichischen Monarchie sind sehr vollstän-dig von Karl von Hauer (Wien 1863) beschrieben. Aus diesem Werke ist daherauch grösstentheils das hier Mitgetheilte unter Berücksichtigung der bisher befolg-ten Anordnung der Materie entnommen. 2 ) 1 Wiener Fuss = 1,007 prenss. Fuss= 0,3161 Meter. 1 öster. Klafter = 6,042 prenss. Fuss = 1,9026 Meter.